Mali: Französische Soldaten sollen Extremisten bekämpfen

Die französische Regierung ist einem Hilfegesuch der Regierung von Mali nachgekommen und hat Truppen in den afrikanischen Staat entsandt. Deutschland fordert seine Bürger auf, das Land umgehend zu verlassen.

Frankreichs Präsident Francois Hollande hat am Freitag bestätigt, dass sein Land Truppen nach Mali entsandt hat, um die Regierung im Kampf gegen islamistische Rebellen zu unterstützen. Damit dürfte es in den kommenden Tagen und Wochen zu einem massiven Engagement Frankreichs in Mali kommen. Die USA, die EU und Deutschland billigten die französische Intervention. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte, der Einsatz Frankreichs sei durch das Völkerrecht gedeckt. Das deutsche Außenamt forderte deutsche Staatsbürger auf, Mali umgehend zu verlassen.

In Mali haben islamistische Terror-Gruppen einen Bürgerkrieg gegen die Regierung entfesselt. In dem von den Islamisten berherrschten Norden herrscht die Scharia. Erst kürzlich waren grausame Aktionen gegen vermeintliche Kollaborateure bekanntgeworden (mehr zu den Amputationen in Mali – hier).

Die EU-Außenbeauftragte Ashton schloß zunächst einen europäischen Kampfeinsatz in Mali aus. Unter den unter französischer Führung operierenden Spezialeinheiten sollen jedoch einem Bericht der New York Times zufolge auch Soldaten anderen Nationen nach Mali gebracht worden sein.

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