NATO: Patriot-System in der Türkei ab Februar einsatzbereit

Die von den USA, den Niederlanden und Deutschland bereitgestellten Patriot-Systeme, die beim Schutz der türkischen Bevölkerung helfen sollen, sind nach Angaben der NATO bereits Anfang Februar einsatzbereit. Anfang Januar hatten die Vereinigten Staaten als erstes Land mit der Verlegung begonnen.

Wie ein NATO-Sprecher mitteilte, habe der Transport von Truppen und Material in die Türkei bereits Anfang Januar begonnen und werde sich noch über die nächsten Wochen hinziehen (Die USA waren ihren deutschen und niederländischen Verbündeten dabei einen Schritt voraus – mehr hier). „Wir erwarten, dass die Patriots Anfang Februar in Betrieb genommen werden können, wenn nicht sogar schon früher“, so NATO-Sprecherin Oana Lungescu an diesem Montag in Brüssel.

Vor einigen Tagen hat sich nun auch die Bundeswehr auf den Weg in die Türkei gemacht. Das erste Kontingent ist per Flugzeug abgereist, die „Patriot“-Raketenstaffeln kommen per Schiff nach. Die Ankunft ist für 21. Januar in Iskenderun geplant. Von dort geht es dann ins gut 200 Kilometer entfernte Kahramanmaras, das wiederum gut 100 Kilometer von der türkisch-syrischen Grenze entfernt liegt (bei der deutschen Bevölkerung kommt er dennoch nicht an – mehr hier).

Kirsch bemängelt Fehlen von Chemiewaffen-Spezialisten vor Ort

Im Zuge der Verlegung wurde in der vergangenen Woche auch Kritik von Seiten des Vorsitzenden des Deutschen Bundeswehrverbands, Ulrich Kirsch, laut. Er hält die Bundeswehr für den Einsatz in der Türkei nicht ausreichend ausgerüstet. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, fürchte Kirsch vor allem einen Chemiewaffen-Einsatz. Hier fehle es unter den deutschen Soldaten vor Ort ganz klar an Spezialisten. Das Vorhandensein entsprechenden Schutzmaterials reicht nicht aus. Gerät der syrische Machthaber Bashar al-Assad in zunehmende Bedrängnis, wisse man nicht, wie sich dieser verhalten wird. Dass keine ABC-Abwehrkräfte in der Türkei seien, bezeichnete er als „Mangel“.

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