Morde von Paris: Türkei bietet Frankreich Unterstützung an

Die Türkei hat den französischen Behörden jegliche juristische Unterstützung zugesagt, um Licht in die Ermordung dreier kurdischer Frauen in der vergangenen Woche in Paris zu bringen. Das gab der stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arınç am Montag bekannt.

Danach gefragt, ob die Türkei irgendwelche Informationen über den Mordfall am 9. Januar im zehnten Pariser Bezirk hätte, konnte der stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arınç nicht viel erwidern. Man sei nicht in der Position solche Fragen zu beantworten, da sich der Fall in Frankreich zugetragen habe, zitiert ihn die türkische Zeitung Hürriyet.

„Die Türkei ist in die Ermittlungen nicht involviert. Das haben die französischen Behörden übernommen. Diejenigen, die für den Vorfall verantwortlich sind, sollten gefasst und Licht in die Angelegenheit gebracht werden. Das ist es, was die Türkei verlangt“, so Arınç zu Reportern nach einer Kabinettssitzung. Falls Frankreich bei der Untersuchung Hilfe brauche, fährt er fort, würde man diese sofort bereitstellen (umgekehrt bat man um Sicherung der türkischen Liegenschaften – mehr hier).

Trauerfeiern dürfen keine Propagandaveranstaltungen werden

Die Leichen der drei kurdischen Aktivistinnen würden seinen Angaben zufolge am 20. oder 21. Januar direkt nach Diyarbakır gebracht. Nach einer Trauerzeremonie ginge es für sie direkt in ihre Heimatstädte Tunceli, Kahramanmaraş und Mersin. In Anbetracht dessen wurden auch Warnungen von Seiten der MHP laut. Hierauf entgegnete der stellvertretende Ministerpräsident: „Es könnten kleine oder kriminellen Gruppen versuchen, die  Trauerfeiern in eine Prahlerei oder Propagandaveranstaltung zu verwandeln. Jeder sollte sich dessen bewusst sein und sollte solche Versuche nicht zulassen. Andernfalls werden unsere Sicherheitskräfte eingreifen. Wir hoffen, dass die Trauerfeiern ohne solche Vorfälle stattfinden.“

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