Situation eskaliert: Türkei gibt Reisewarnung für Mali heraus

Die Türkei hat an diesem Mittwoch eine Reisewarnung für Mali herausgegeben. Grund sind die eskalierenden Kämpfe zwischen Frankreichs Armee und den Rebellen im Norden des Landes.

In einer Erklärung des türkischen Außenministeriums ruft Ankara die Bürgerinnen und Bürger auf, umgehend den Norden von Mali, wo sich ein Großteil der Kämpfe konzentriert, zu verlassen. Darüber hinaus werden die Türken gebeten, Reisen in diese instabile Region zu vermeiden (erst im August letzten Jahres wurde eine Reisewarnung für den Libanon ausgesprochen – mehr hier). Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel stuft den Konflikt mittlerweile als eine „Bedrohung für Europa“ ein. Im Gespräch mit dem Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, sprach sie von einem hohen Zeitdruck, unter dem man hier stehe.

Deutschland bietet logistische Unterstüztung

An diesem Mittwoch sind Spezialkräfte in Bodenkämpfe mit den islamistischen Rebellen verwickelt worden. In der Stadt Diabali gerieten französische und malische Sicherheitskräfte mit ihnen aneinander. Es wurde von Mann-gegen-Mann-Kämpfen berichtet.

Deutschland will den Einsatz Frankreichs logistisch unterstützen. Zunächst würden, so Merkel, den Ecowas-Staaten zwei Transall-Flugzeuge zum Truppentransport in die malische Hauptstadt Bamako zur Verfügung gestellt. Die Terroristen auf ihrem Marsch nach Süden aufzuhalten, sei nun von entscheidender Bedeutung, so die Kanzlerin. Bereits in der kommenden Woche solle über weitere Hilfen entschieden werden.

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