Immobilienkauf in der Türkei: Deutsche sind Spitzenreiter

Die türkische Wirtschaft ist in den letzten Jahren gewachsen. Insbesondere die Immobilienbranche diente als Wachstumsvorbild. Günstige Darlehen führten zu einer Ausweitung des Kreditangebots. Die Nachfrage nach Immobilien stieg. Jetzt sollen auch Ausländer verstärkt mit ins Boot.

Einem Bericht der türkischen Tageszeitung Hürriyet zufolge, haben Ausländer in der Türkei seit dem Mai 2012 18.935 Grundstücke erworben. Die Deutschen seien die Gruppe mit der größten Kauffreude. Antalya sei für sie hier am attraktivsten. Aber auch für die Russen und Österreicher sei im Allgemeinen die Mittelmeerküste und insbesondere Antalya sehr interessant. Seit dem letzten Jahr wurden in Antalya insgesamt 3.268 Grundstücke durch Ausländer erworben. Trotzdem befürchten türkische Immobilienmakler einen Rückgang der Verkäufe. So sei die Immobiliensteuer im Jahre 2012 um 10,26 Prozent gestiegen und werde nun 2013 um weitere vier Prozent angehoben (Steuererhöhungen gab es 2013 auch in vielen anderen Bereichen – hier).

Immobiliengesetz hat sich 2012 geändert

Bisher sind die Verkaufszahlen von türkischen Immobilien hochgegangen. Als Grund dafür gilt eine Modifikation des gesetzlichen Gegenseitigkeitsprinzip. Es besagt, dass Staatsangehörige nur aus denjenigen Ländern Immobilien in der Türkei erwerben können, die auch türkischen Staatsbürgern den Erwerb von Immobilien in ihrem Land erlauben (mehr – hier). Die Milliyet berichtete im Juni 2012, dass es auch Länder gebe, deren Bürger nur begrenzt türkischen Grund und Boden erwerben dürfen. So sei es beispielsweise Chinesen, Israelis, Dänen Palästinensern und Jordaniern nach Zustimmung des Innenministeriums erlaubt, zwischen einem bis zwei Grundstücke zu erwerben (Flächeneinschränkung). Auch der Iran sei in diesem Sinne Restriktionen unterworfen.

Weiterhin werde es geographischen Nachbarn der Türkei grundsätzlich untersagt, an den jeweiligen Grenzgebieten türkische Grundstücke zu kaufen (Ortseinschränkung). Syrischen, armenischen, kubanischen und nord-koreanischen Staatsbürgern sei es völlig untersagt Grund und Boden in der Türkei zu erwerben. Dasselbe gelte für türkische Staatsbürger in diesen Länder. Syrien erhebe aus offizieller Sicht immer noch Anspruch auf die türkische Provinz Hatay und Armenien erkenne die territoriale Integrität der Türkei nicht an.

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