Lance Armstrong bei Oprah: Ja, ich habe dedopt

Viel wurde im Vorfeld über das angekündigte Geständnis von Lance Armstrong bei Talk-Queen Oprah Winfrey spekuliert. In der vergangenen Nacht wurde die Sendung endlich ausgestrahlt. Der einstige Radprofi beichtete umfassend. Eine Entschuldigung gab es aber nicht.

Der einstige Superstar des internationalen Radsports kroch nicht etwa vor einem Gericht, sondern wie in den USA üblich in einer Talkshow zu Kreuze. Vor der Meisterin ihres Faches, Oprah Winfrey, legte der ehemalige Spitzensportler im ersten Teil des Interviews ein umfassendes Geständnis über seine Dopingsünden der vergangenen Jahre ab. Bei allen sieben Tour de France Siegen soll er zuvor verbotene Substanzen zu sich genommen haben. Blutdoping, Testosteron, EPO, Wachstumshormone – alles, was man sich nur vorstellen kann. Das berichtet derzeit das Promiportal tmz.com.

Lance Armstrong sieht sich als Opfer der Doping-Kultur

Jahrelang hatte Lance Armstrong die gegen ihn in einem über 1000 Seiten umfassenden Dossier der amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada erhobenen Vorwürfe bestritten. Auf die Frage, warum er gerade jetzt damit herausrücke, antwortete dieser nun lapidar: „Darauf habe ich keine gute Antwort. Ich möchte damit beginnen, dass ich sage, dass es zu spät ist. (…) Ich betrachte diese Situation als eine große Lüge, die ich häufig wiederholt habe.“ Die Doping-Kultur habe er zwar nicht erfunden, dagegen unternommen habe er aber auch nichts. Das tue ihm heute leid.

Nach eigenen Angaben habe er mit EPO bereits Mitte der 90er Jahre begonnen. Danach gefragt, ob er jemals Angst gehabt hätte, erwischt zu werden, antworte Armstrong mit einem schlichten ‚Nein‘. Er hätte nicht einmal das Gefühl gehabt etwas Falsches zu tun oder zu betrügen. Er selbst habe es als Chancengleichheit empfunden. Ohne solche Mittel wären derartige Leistung gar nicht möglich gewesen.

Nicht der glaubwürdigste Mensch auf Erden

Für sein Verhalten entschuldigt hat er sich, entgegen mehrerer Ankündigungen, auch diesmal nicht. Namen, wie sie sich sicher nicht wenige Zuschauer erhofft hatten, fielen ebenso wenig. Eine Erkenntnis kam ihm dann aber doch: Er ist bei weitem nicht der glaubwürdigste Mensch auf Erden. In den USA zumindest der erste Schritt in Richtung Rehabilitation.

https://www.youtube.com/watch?v=09p1IpvCau4

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