Ägypten: Hunderte Demonstranten verlangen Gerechtigkeit für Mord an Fußballfans

Es waren erschreckende Bilder: Im vergangenen Jahr starben bei Ausschreitungen während eines Fußballspiel in Ägypten 74 Menschen. Nun stehen die Verantwortlichen, darunter Staatsbeamte, vor Gericht. Doch viele trauen der Justiz kein gerechtes Urteil zu.

Den Berichten der türkischen Zeitung Zaman zufolge haben sich am Freitag hunderte von ägyptischen Fussballfans in Kairo zu einem Protest zusammengefunden. Man verlange Gerechtigkeit für die 74 Fussballfans, die letztes Jahr während einer Massenpanik im Port Said Stadium, beim Derby-Spiel zwischen den Kairoer Mannschaften Al-Ahly und al-Masry , getötet wurden. Seitdem verehre man sie als Märtyrer.

Ein ägyptisches Gericht hatte letztes Jahr Anklage gegen insgesamt 73 Personen erhoben. So werden 61 Personen des Mordes und 12 weitere der Beihilfe zum Mord beschuldigt. Unter ihnen befinden sich auch neun Polizisten und drei Offizielle von al-Masry. Das Urteil soll am 26. Januar ausgesprochen werden.

Dem Fussballspiel lag auch eine politische Brisanz zu Grunde. Denn Al-Ahly Fans spielten eine herausragende Rolle bei den Anti-Mubarak Protesten in 2011.

Bilder von den Krawallen:

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