Zahl ausländischer Studenten an deutschen Unis auf Rekordhoch

Der deutschen Hochschulpolitik wird von vielen Seiten eine Bildungsmisere unterstellt. Doch offenbar vertreten ausländische Studenten eine andere Ansicht. Bei ihnen ist Deutschland beliebter denn je.

Die Attraktivität des Studienortes Deutschland ist für junge Menschen im Ausland offenbar gestiegen. Die Zahl ausländischer Studierender hat ein Rekordhoch erreicht. „Deutschland liegt als Gastland für ausländische Studierende auf Platz 4 (hinter USA, GB und Australien) und ist damit das beliebteste nicht-englischsprachige Land“, erklärte der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) auf Nachfrage der Deutsch Türkischen Nachrichten. In dem Zeitraum von 2000 bis 2011 hat sich die Zahl der Studierenden aus dem Ausland von 75.000 auf mehr als 250.000 erhöht.

Gründe gibt es dafür viele. So erhalten ausländische Studenten an deutschen Hochschulen eine „exzellente Qualität zu kostengünstigen Bedingungen“. Auch das „humboldtsche Bildungsideal der Einheit von Forschung und Lehre“ sei ein weiteres „Qualitätsmerkmal“ der „akademischen Ausbildung in Deutschland“, so der DAAD.

Türken bevorzugen mehrheitlich technische Berufe

Folglich sind deutsche Universitäten auch bei Türken sehr beliebt. Bevorzugt werden vor allem technische Fächer wie Informatik (6,8 %), Elektrotechnik (6,8%), Maschinenbau/Verfahrenstechnik (8,4%) und Wirtschaftswissenschaften (12,4%).

Von den 28.501 türkischen Studierende in Deutschland sind nach Angaben des DAAD 6.584 aus der Türkei und somit Bildungsausländer. Den größten Teil der Studierenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit aber mit Sitz in Deutschland machen Türken aus. Sie bilden mit 30,3 Prozent ein Drittel der ausländsichen Bildungsinländer. Mit großem Abstand folgen dann erst mit 5,6 Prozent (4.070 Studierende) die Italiener. Darüber hinaus studieren 3.561 Kroaten (4,9%), 3.429 (4,7%) Griechen, 3.229 (4,5%) Russen und 2.880 (4%) Polen an deutschen Universitäten.

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