Geiselnahme beendet: Algerische Truppen töten alle Geiselnehmer

Die Geiselnahme in der algerischen Wüste hat am Samstag ein blutiges Ende genommen. Beim Sturm der Gasanlage seien alle verbliebenen Geiselnehmer getötet worden.

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Unter den 32 getöteten Islamisten sei auch Abdul Rahman al-Nigeri, der enge Kontakte zum Al-Qaida General Mohktar Belmokhtar habe, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Belmokhtar soll der führende Kopf der Geiselnahme gewesen sein.

Details über den Hergang der Aktion kommen nur langsam an die Öffentlichkeit. Der algerische Innenminister erklärte am Samstag, dass 107 ausländische und 685 algerische Geiseln überlebt hätten. Verlässliche Informationen über die Zahl der Toten und ihre Identität gibt es jedoch noch immer nicht. Die Berichte variieren zwischen zwölf und 30 Opfern.

„Wir befürchten, dass wir in den kommenden Tagen schlechte Nachrichten erhalten werden“, erklärte Helge Lund, Sprecher der norwegischen Firma Statoil, die die Gasanlage gemeinsam mit BP führten. Vermisst werden zudem britische, amerikanische und japanische Staatsbürger, die in der Anlage gearbeitet hatten.

Schon bei Befreiungsversuchen in der vergangenen Woche kamen zahlreiche Geiseln ums Leben (mehr hier). Die Geiselnehmer forderten ein Ende der Militärintervention Frankreichs in Mali. Vergeltungsschläge wurden zuvor angekündigt (mehr hier).

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