Thomas de Maizière: Deutsche Soldaten wollen lieber im „Hotel Mama“ bleiben

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hat seine Untergebenen kritisiert: Die deutschen Soldaten verspüren zu wenig Lust auf Auslandseinsätze und hätten zu viel Sehnsucht nach dem „Hotel Mama“.

Ehrenkreuz in Gold der Bundeswehr füŸr Tapferkeit und die Einsatzmedaille der Bundeswehr Gefecht, ausgehändigt posthum an im Afghanistan-Einsatz gefallene deutsche Soldaten. (Foto: Flickr/Bundeswehr)

Ehrenkreuz in Gold der Bundeswehr füŸr Tapferkeit und die Einsatzmedaille der Bundeswehr Gefecht, ausgehändigt posthum an im Afghanistan-Einsatz gefallene deutsche Soldaten. (Foto: Flickr/Bundeswehr)

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière ist mit der Moral seiner Truppe unzufrieden. Die deutschen Soldaten hätten ein zu geringes Interesse, weit weg von ihrem Heimatort zu dienen, sagte de Maizière der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Ihnen sei eine Verwendung in der Heimat lieber als ein Auslandseinsatz. De Maizière: „Die Sehnsucht junger Leute nach der großen, weiten Welt wird heute anders bedient. Ich würde mir wünschen, dass es mehr Interesse für das Unbekannte gibt als Sehnsucht nach dem ,Hotel Mama’.”

Die Aussage ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Denn bisher war es Teil der Politik der CDU, die Familie zu fördern. Dass junge Soldaten eher bei ihren Familien bleiben wollen, sollte die CDU doch freuen, schreiben die Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Mehr über de Maizières Aussage und die Einschätzung der Deutschen Wirtschafts Nachrichten hier.

 

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