Istanbul: Hauptursache für Leistungsbilanzdefizit

Istanbul ist in den Augen der Türken ein Sinnbild für wirtschaftlichen Erfolg und Aufstieg. Trotzdem gelingt es der Metropole nicht eine positive Leistungsbilanz vorzuweisen. Anatolische Städte hingegen zeichnen ein anderes Bild.

Im Rahmen einer Untersuchung der Türkischen Unternehmer und Geschäftskonförderation (TÜRKONFED) wird darauf hingewiesen, dass die Wirtschaftsmetropole Istanbul die größte Rolle beim Leistungsbilanzdefizit spiele. Die Tatsache, dass 40 Prozent aller türkischen Steuereinnahmen aus der Region Istanbul kommen, ändere nichts daran. So sei das türkische Leistungsbilanzdefizit zwischen 2002-2011 von 15,5 Milliarden Dollar auf 105,9 Milliarden Dollar angestiegen, was auch internationalen Rating-Agenturen aufgefallen ist (mehr zum Türkei-Rating von Fitch – hier). Im selben Zeitraum, habe alleine Istanbul ein Leistungsbilanzdefizit in Höhe von 316,5 Milliarden Dollar aufzuweisen. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Als Hauptgrund wird das proportionale Verhältnis zwischen Import- und Exportunternehmen angeführt. So seien vor allem Importunternehmen in Istanbul angesiedelt. Insgesamt gäbe es 60.000 Importunternehmen und 55.000 Exportunternehmen. In den anatolischen Städten sei ein anderer Trend zu beobachten. So werden 60 Prozent des türkischen Exports durch kleine- und mittelgroße – in Anatolien beheimatete – Unternehmen vollzogen. Im Jahre 2012 wurden Exportgüter im Wert von 150 Milliarden Dollar in ausländische Märkte exportiert. Ein Jahr zuvor waren es noch 134 Milliarden Dollar (mehr zu den türkischen Exportzahlen 2011 – hier).

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