Termingerecht: Niederländische und deutsche Patriots in der Türkei eingetroffen

Die Patriot-Systeme aus der Bundesrepublik und den Niederlanden sind an diesem Montag per Schiff in İskenderun in der Provinz Hatay eingetroffen. Die militärische Fracht werde bereits entladen.

Gemeinsam mit den Militärfahrzeugen, so berichtet aktuell die türkische Zeitung Zaman, seien auch 130 Container mit militärischer Ausrüstung mit der unter dänischer Flagge fahrenden Suecia Seaways im Hafen von İskenderun angekommen. Bereits am vergangenen Sonntagabend seien die deutschen Patriot-Systeme mit der Louise Russ aus Gibraltar eingetroffen. Deren Verladung habe nach zwei Wochen auf See bisher allerdings noch nicht begonnen (die NATO hatte Anfang Dezember 2012 grünes Licht gegeben – mehr hier).

Fast 250 niederländische Soldaten und Offiziere seien zudem vom Flughafen in Eindhoven in Richtung Adana aufgebrochen, wo sie im Rahmen des NATO-Einsatzes in der Türkei für ein Jahr stationiert sein werden. An der Abschiedszeremonie für die Truppen nahm auch der niederländische Oberbefehlshaber de Kruif teil. Zwei niederländische Patriot-Systeme befinden sich bereits in der Türkei. Sie sollen am 26. Januar einsatzbereit sein.

Doch nicht bei allen in der Türkei kommt die Truppenverlegung gut an. Inzwischen, so heißt es weiter, habe es unter anderem eine Kundgebung in der Nähe von Adana gegeben. Die Gruppe von Demonstranten habe gegen die Stationierung der Patriot-Systeme protestiert. Obschon der Gruppe von den Behörden eine Demonstration in İncirlik untersagt wurde, ließen sich diese nicht davon abbringen. Im Gegenteil griffen sie die Polizeibeamten mit Stöcken an. Um Zuge der Auseinandersetzungen sollen 20 Demonstranten verhaftet worden sein (in Deutschland zeigt sich vor allem die Partei Die Linke als Gegner des Einsatzes – mehr hier).

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