Syrien-Konflikt: Assad will Guerilla-Krieg führen

Das syrische Regime will ein neues Kriegskonzept in die Wege leiten, um einen Sieg gegen die syrischen Rebellen zu erringen. Derweil beschuldigt Damaskus Ankara der Beihilfe zum Mord am syrischen Volk. Assad sieht in der Türkei einen Unterstützer von Al Qaida.

Die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, dass der syrische Machthaber Bashar al-Assad dabei sei, eine neue paramilitärische Einheit ins Leben zu rufen. Die derzeitigen Kampfeinheiten seien nicht präpariert für einen Guerilla-Krieg. Deshalb wäre Assad darauf aus, multikonfessionelle schlagkräftige Einheiten zu bilden, die sich mit den Idealen der Baath-Partei identifizierten und nationalistisch gesinnt seien, so der Vorsitzende der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdul Rahman.

Sowohl Frauen, als auch Männer sollen ihr angehören. Allerdings werde es keine direkte Verbindung zu den Shabiha-Milizen geben. Die Shabiha seien eine übergeordnete nationale Einheit. Die neu gegründeten Guerilla-Gruppen sollen sich kampftechnisch in ihren eigenen geographischen Umgebungen betätigen, so Abdul Rahman.

Unterstützt die Türkei Terroristen?

Währenddessen hat sich Assad zu den Vorkommnissen in Syrien und zur Rolle der Türken im Syrien-Konflikt geäußert. So seien bewaffnete Al-Qaida Gruppen tief involviert in die Attacken gegen die syrische Zivilbevölkerung. Diese Terroristen kämen über die Türkei nach Syrien und erhalten aktive Unterstützung durch Ankara, zitiert die Hürriyet (zuvor hatte die Türkei mehrmals ihre negative Meinung über das syrische Regime zum Ausdruck gebracht und einen Krieg mit Syrien nicht augeschlossen- mehr hier).

Das türkische Nachrichtenportal FocusHaber berichtet, dass Assad das türkische Volk bei seinen Äußerungen in Schutz genommen haben soll. Assads Ansicht nach sei das türkische Volk in keinster Weise Schuld an der Politik ihrer Regierung und es habe durchgehend auf der Seite der Syrer gestanden. Wichtig sei, dass beide Völker sich weiterhin als Geschwister ansehen. Denn Regierungen seien vergänglich, doch Völker bestehen fort, so Assad.

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