Saddams Vize Tariq Aziz: Jetzt soll der Papst für seine schnelle Hinrichtung sorgen

Saddam Hussein hatte eine Reihe von Gehilfen und Vertrauten. Sie machten sich mitschuldig an den Untaten des irakischen Baath-Regimes. Nun fordert einer von Ihnen für sich den schnellen Tod.

Der ehemalige stellvertretende Präsident der Irakischen Republik und Saddam-Vertrauter, Tariq Aziz, plane ein Bittschreiben für seine schnelle Hinrichtung  an den Papst zu senden. Er leide an Depressionen und sei gesundheitlich sehr eingeschränkt. Deshalb möchte er seinem „Elend“ ein Ende setzen, so die Hürriyet mit Verweis auf den Anwalt von Aziz, Badie Aref.  Seit 2003 ist er in Haft. Er leide an Diabetes, Geschwüren, Bluthochdruck und Herzproblemen. Der Papst solle sich in Bagdad für seinen Wunsch einsetzen.

„Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Im Oktober 2010 wurde durch ein irakisches Sondertribunal gegen Tariq Aziz das Todesurteil ausgesprochen. Ihm werden vorsätzliche Morde und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angelastet. Bisher hat sich der irakisch-kurdische Präsident Jalal Talabani geweigert das Todesurteil gegen Aziz – wie zuvor gegen Saddam Hussein – zu unterschreiben. Auch die EU und der Vatikan sollen in der Vergangenheit Bagdad darum gebeten haben, Milde walten zu lassen. Tariq Aziz ist Christ und gehört der chaldäisch-katholischen Minderheit im Irak an.

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