Immobilien: Türkisches Ausländergesetz vergrault arabische Kunden

Türkische Immobilien sind der Renner unter Ausländern. Nicht nur Europäer, sondern auch Araber sind interessiert. Doch schon kommt Kritik von türkischen Maklern. Das türkische Ausländergesetz sei zu strikt.

Mit Verweis auf den Vorsitzenden des Immobilienverbandes der Arabischen- und Turkstaaten, Abdullah Çiftçi berichtet die türkische Zeitung Zaman, dass das türkische Ausländergesetz zu restriktiv sei. So werden arabische Immobilieninteressenten von der dreimonatigen Aufenthaltsfrist für Ausländer abgeschreckt und würden deshalb keine Investitionen in türkische Immobilien tätigen wollen (2012 war der türkische Immobilienmarkt auch interessant für US-Amerikanische Kunden – mehr hier).

Araber möchten in der Türkei leben und arbeiten

Trotz der Modifikation des gesetzlichen Gegenseitigkeitsprinzips (mehr – hier), sei es zu keinem Anstieg der Nachfrage bei arabischen Kunden gekommen. Jene seien daran interessiert mit dem Kauf von Immobilien auch einen langfristigen oder unbefristeten Aufenthaltstitel zu erlangen. Istanbul als Wohnort sei besonders beliebt bei der arabischen Zielgruppe. Sie möchten hier leben und Handel treiben, so Çiftçi. Die Türkei werde mehr und mehr zu einem Einwanderungsland. Deshalb müsse man neue staatliche Institutionen ins Leben rufen, die sich mit den Immigranten befassen.

Hohes Verkaufspotential

Zudem benötige man mehr Werbekampagnen im Bereich des Haus- und Wohnsektors, die sich an Individualinteressen der Käufer ausrichten. Wenn es der Türkei gelingen sollte, diese Hürden aus dem Weg zu schaffen, dann werde man im Laufe des Jahres ungefähr 30.000 Domizile an Araber verkaufen können. Folglich würde Istanbul zu einer Finanzmetropole und zu einem Zentrum des Gesundheits- und Wellnesstourismus werden. Davon könne die Türkei nur profitieren, versichert Çiftçi.

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