Drama nach dem Fußballtraining: Torhüter sticht auf Mannschaftskollegen ein

In der nordwesttürkischen Stadt İzmit ist es am vergangenen Mittwoch zu einer folgenschweren Auseinandersetzung gekommen. Nach einer Trainingseinheit gerieten ein Torwart und ein Mannschaftskollege aneinander. Das Opfer kam mit massiven Stichverletzungen davon.

Wie die türkische Nachrichtenagentur Doğan berichtet, habe der dritte Torhüter Buğra Bozkurt B. angeblich den Mannschaftskapitän Muhammet Rıza A. während eines Kampfes in der Innenstadt von İzmit niedergestochen. Letzterer wurde dabei verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Nachdem er genäht wurde, konnte er jedoch wieder nach Hause. Der Täter wurde von der Polizei festgenommen.

Die beiden Tatbeteiligten waren offenbar nicht gut aufeinander zu sprechen. Bereits am beim Training sollen sie aneinandergeraten sein. Im Anschluss, so heißt es, seien sie ins Stadtzentrum von İzmit gefahren, um dort über ihre Probleme zu sprechen. Doch das Gespräch eskalierte. Im Zuge der Auseinandersetzung rammte Buğra Bozkurt B. schließlich seinem Fußball-Kameraden Muhammet Rıza A. ganze vier Mal ein Messer ins Bein (ein türkischstämmiger Politiker entkam kürzlich vor laufender Kamera einem Attentat – mehr hier).

In lebhafter Erinnerung ist vielen Fußballfans eine Messerattacke, die sich 2010 in der türkischen 2. Liga abgespielt hat. Damals, Mitte September, wurde in der 41. Minute beim Spiel zwischen Samsunspor Kulübü und Mersin Idmanyurdu Mersin-Coach Yüksel Yesilova von seinem älteren Bruder Murat niedergestochen. Ganze fünf Mal traf das Messer in den Bauchraum. Schnell spekulierten die türkischen Medien, ob die Tat in Zusammenhang mit einem mögliche Missbrauchsfall in der FAmilie zusammen hänge. Später erklärte Yüksel Yesilova, dass sein Bruder psychische Probleme hätte. Der Mann überlebte.

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