Türkische Promis müssen nicht flüchten: Türkei will keine Reichensteuer

Zuletzt riefen in Frankreich Stimmen nach einer Reichensteuer. Prominente Franzosen protestierten. Einige von ihnen emigrierten. Doch wohlhabende Türken brauchen sich keine Sorgen machen. Eine Reichensteuer in der Türkei wird es nicht geben.

Der stellvertretende Ministerpräsident Ali Babacan hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2013 gesagt, dass man in steuerpolitischen Fragen „auf keinen Fall” dem französischen Beispiel folgen werde. Man sei strikt gegen eine Reichensteuer (zuvor hatte die französische Regierung für die Einführung einer Reichensteuer plädiert – mehr hier). Man wolle lediglich die Prüfungstätigkeiten des türkischen Fiskus intensivieren. Steuerhinterziehung sei insbesondere in hohen Einkommensschichten ein Problem. Die Türkei habe in  diesem Bereich eine Art Schattenwirtschaft, die es zu verhindern gelte. Es gehe nicht darum mehr von den Reichen zu nehmen, sondern Steuersünder ausfindig zu machen. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Investoren statt Reichensteuer

Ausserdem müsse die Türkei mehr tun, um ausländische Investoren anzuziehen. So seien  ausländische Direktinvestitionen in 2012 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Auslöser dieser Entwicklung seien unnötige bürokratische Hürden und schlechte gesetzliche Rahmenbedingungen für Investoren aus dem In- und Ausland. Die Rechtsprechung sei ein Problem. Notfalls müsse man sogar die Verfassung ändern, um Investoren anzulocken, so Babacan.

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