Türkischer Botschafter: Türken in Mali sind sicher

Der türkische Botschafter in Mali, Kemal Kaygısız, hat all jene beruhigt, die sich Sorgen um türkische Staatsangehörige im afrikanischen Krisengebiet machen. Seiner Ansicht nach gebe es keinen Grund zu irgendwelchen Befürchtungen. Er glaubt an die Durchsetzungskraft der malisch-französischen Militäroffensive.

Wie der türkische Botschafter in Mali, Kemal Kaygısız, im Gespräch mit der türkischen Zeitung Zaman herausstellt, gehe Mali derzeit durch schwierige Zeiten. Die türkischen Staatsbürger, die in verschiedenen Teilen des Landes, auch in der Hauptstadt, lebten, seien jedoch trotz heftiger Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und den malisch-französischen Truppen sicher. „Die Türken haben nichts zu befürchten. Die Situation in Bamako ist jetzt ruhig. Die meisten unserer Staatsangehörigen leben in Bamako. Unsere Botschaft steht in engem Kontakt mit ihnen. Sie müssen keine Angst haben“, so Kaygısız, der darauf hinweist, dass sich im stark umkäften Norden des Landes ohnehin keine türkischen Bürger befänden. Erst vor einigen Tagen hat sich die Türkei gegen eine einseitige Intervention ausgesprochen (mehr hier).

Afrikanische Union will Truppenstärke „bedeutend erhöhen“

Die Truppen der Afrikanischen Union, so der Diplomat weiter, würden in den kommenden Tagen ebenfalls eine aktive Rolle im Geschehen einnehmen. Wie nun bekannt wurde, hat sich diese für eine deutliche Aufstockung der Truppen für den Einsatz der Internationalen Unterstützungsmission für Mali (MISMA) ausgesprochen. Bei einem Sicherheitstreffen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba teilte der Friedens- und Sicherheitskommissar der Afrikanischen Union (AU), Ramtane Lamamra, am vergangenen Freitag mit, dass die Truppenstärke „bedeutend erhöht“ werden müsse, um dem Bedarf vor Ort gerecht zu werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Derweil hätten nach Angaben von Kaygısız die französischen Truppen bereits eine Stärke von 3000 Mann erreicht.

Obwohl sich das Land mitten in einem Bürgerkrieg befindet, informiert das Blatt weiter, seien die türkischen Schulen in Mali nach wie vor geöffnet. Türkische Beamte und Lehrer würden vor Ort sein und ihren Dienst tun, wenn auch unter sich verschlechternden Bedingungen. Eine Reisewarnung für Mali von Seiten der türkischen Regierung gibt es dennoch (mehr hier).

Frankreich bitte Bundeswehr um Unterstützung

Wie die F.A.Z. an diesem Samstag meldet, sollen Deutsche nun den Franzosen bei der Luftbetankung ihrer Kampfflugzeuge helfen, darum habe die französische Regierung die Bundeswehr gebeten. „Womöglich“, schreibt das Blatt, „wäre dazu eine Mandatierung durch den Bundestag notwendig.“ Die Anfrage wurde vom Verteidigungsministerium in Berlin bestätigt. Bisher gibt es bei der Bundeswehr jedoch noch kein zertifiziertes System für ein solches Manöver.

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