Atatürks Enkelkinder: Jetzt wollen sie sein Millionenerbe

Die Söhne von Ülkü Adatepe, Adoptivtochter von Mustafa Kemal Atatürk, haben sich mit einem offiziellen Schreiben an die Oppositionspartei CHP sowie die İş Bankası gewandt. Darin verlangen sie die Herausgabe des Erbes ihres Großvaters. Es handelt sich um nicht weniger als eine Million US-Dollar.

Ahmet Kemal Doğançay und Ali Kemal Doğançay, die beiden Söhne der vergangenes Jahr bei einem Autounfall getöteten Adatepe (mehr hier), wollen offenbar eine Klage gegen die türkische Oppositionspartei CHP und die İs Bankası anstreben, falls diese sich weigern, ihnen das Erbe auszuzahlen. Das berichtet die türkische Zeitung Zaman.

Nach Angaben der beiden Brüder sei es ihrer Mutter nie geglückt, das rechtmäßige Erbe ihres Vaters durchzusetzen. In dem nun von den beiden Anwälten Osman Ersin Kozanhan und Erdi Yıldız übermittelten Brief führen sie deshalb auch an, dass sie die Rechte ihrer Mutter verletzt sehen, weshalb sie nun das Geld an ihrer statt verlangen würden. Weitere Informationen über das Anliegen, so teilt Kozanhan mit, würde die Öffentlichkeit im Rahmen einer Pressekonferenz am kommenden Mittwoch erfahren.

Atatürks Adoptivtochter Adatepe, starb bei einem Autounfall vergangenen August in Akyazı in der Nähe von Istanbul. Sie wurde 79 Jahre alt. Die İş Bankası wurde 1924 auf Geheiß von Atatürk von Celal Bayar gegründet. Atatürki steuerte 250,000 Lira des Gesamtkapitals von einer Million Lira bei. Bevor er starb, hinterließ er sein Vermögen der CHP – einschließlich seiner Anteile an der Bank. CHP und die İş Bankası agieren nun als Geschäftspartner. Adatepes Kinder vertreten nun den Standpunkt, wenn diese ihnen ihr Recht auf das Erbe (mehr hier) verweigern, werden sie auch beide Partner verklagen.

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