Energieerzeugung: E.ON und Sabancı Holding investieren in der Türkei

Der zweitgrößte türkische Mischkonzern möchte in die Stromerzeugung investieren. Zu diesem Zweck hat man sich den deutschen Energiekonzern E.ON als Partner ausgesucht. Eine herausragende Rolle bei diesem Vorstoß spielte die Chefin von der Sabanci Holding, Güler Sabanci.

Im Jahr 2012 hatte E.ON 50 Prozent der Anteile des Gemeinschaftsunternehmens Enerjsa erworben, welches 1996 von der Sabanci Holding gegründet wurde. Damals hatte E.ON Chef Johannes Teyssen angekündigt, dass Enerjisa bis zum Jahr 2020 mindestens zehn Prozent am türkischen Erzeugermarkt halten werde. Das entspreche einer rund 8,000 Megawatt (MW) Leistung (mehr – hier).

Nun hat die Chefin von der Sabanci Holding, Güler Sabanci angekündigt, dass man gemeinsam mit E-ON weitere große Investitionen in der Energierzeugungsbranche tätigen wolle. Das berichtet die türkische Tageszeitung Milliyet. Hierzu hat sie nun im Rahmen eines Interviews mit der Financial Times weitere Kennzahlen und Ziele veröffentlicht. So werde man als Sabanci Holding rund 2 Milliarden Dollar in die Energieerzeugung investieren. Mit weiteren 2 Milliarden Dollar von der E.ON werde man auf ein Investitionsvolumen von 4 Milliarden Dollar gelangen. Bisher habe man gemeinsam 8,2 Milliarden Dollar investiert. Im Blickfeld der Investitionen stehen die Wasserkraft, Kohlekraft und Erdgas.

Als Sabanci Holding wolle man in den kommenden zehn Jahren den aktuellen Marktanteil in der Türkei von 3 Prozent auf 10 Prozent steigern, so Sabanci. Dies sei unerlässlich, denn mit dem anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum sei auch die Nachfrage nach Energie enorm angewachsen. Die Türkei müsse als Ganzes mehr in die Energieerzeugung investieren. Schon in den kommenden zwei Jahren plane man als Sabanci Holding die Inbetriebnahme von 11 neuen Kraftwerken.

Mehr zum Thema:

Mega-Projekt in Artvin: Türken bauen dritthöchsten Staudamm der Welt

Turkish Wind Energie Conference 2012: Erneuerbare Energien trotzen staatlicher Verzögerungstaktik

Solarenergie: Türkische Regulierungsbehörde will Investitionen ankurbeln

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.