Elif Batuman: Türkische Autorin wird in Jury für Man Booker International Prize berufen

Die namhafte türkisch-amerikanische Schriftstellerin Elif Batuman wurde in die fünfköpfige Jury des Man Booker International Prize 2013 einberufen. Die Auszeichnung wird am 22. Mai in London übergeben.

Im Gespräch mit der türkischen Nachrichtenagentur zeigte sich Elif Batuman äußerst erfreut über ihre Ernennung. In der Jury des Man Booker International Prize mitzuwirken sei für sie ein große Ehre und Privileg zugleich. Immerhin würden die Autoren, die hier dabei wären, allesamt auf Grund ihres literarischen Erfolges ausgesucht worden. Und nicht auf Grund ihrer politischen Ansichten. Sie selbst schreibe Bücher allerdings nicht um Preise zu gewinnen, sondern einfach, weil sie ein gutes Buch schaffen möchte.

Auf der Shortlist für den diesjährigen Man Booker International Prize finden sich U. R. Ananthamurthy (Indien), Aharon Appelfeld (Israel), Lydia Davis (USA), Intizar Husain (Pakistan), Yan Lianke (China), Marie NDiaye (Frankreich), Josip Novakovich (Kanada), Marilynne Robinson (USA), Vladimir Sorokin (Russland) und Peter Stamm (Schweiz). Insgesamt sind also neun verschiedene Länder repräsentiert. Mit dem Schweizer steht erstmals seit Günter Grass (mehr hier) 2005 wieder ein deutschsprachiger Autor auf der Liste des begehrten britischen Buchpreises. Der Preis ist mit 60 000 Pfund, umgerechnet 71 000 Euro, dotiert. Prämiert wird das Gesamtwerk.

Batumans „Die Besessenen“ begeistern Literaturszene

Elif Batuman wurde in 1977 New York City geboren, aufgewachsen in New Jersey, lebt sie heute in Istanbul. Dort ist sie Writer-in-Residence an der Koç Universität. Seit 2005 verfasst sie regelmäßig Beiträge für den New Yorker. An der Stanford University erwarb sie einen  Doktor in Vergleichende Literaturwissenschaft. Mit ihrem Debüt, die Essaysammlung „Die Besessenen. Abenteuer mit russischen Büchern und ihren Lesern“ (2011) konnte sie sich nicht nur in den USA, sondern in ganz Europa einen Namen machen. Ihre Essays über Literatur und ihre Nebenwirkungen sind regelmäßig im New Yorker, der New York Times, im Harper’s Magazine und in der New Yorker Literaturzeitschrift n+1 zu lesen.

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