Geberkonferenz: UN sammeln Geld für Zivilisten in Syrien

Die internationale Staatengemeinschaft versucht finanzielle Hilfen für die syrische Zivilbevölkerung bereitzustellen. Jene Hilfen sollen an internationale Hilfsorganisationen gehen. Auffällig ist: Arabische Autokratien stehen ganz oben auf der Spenderliste.

Die erste internationale Geberkonferenz für syrische Flüchtlinge unter der Schirmherrschaft der UN hat in Kuwait wurde heute beendet. Es nahmen 59 Staaten an der Konferenz teil. Eine Reihe von Staaten haben finanzielle Zusagen gemacht. Die autokratisch regierten arabischen Staaten Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait wollen jeweils 300 Millionen Dollar spenden. Bahrains Kronprinz Salman ibn Hamad el-Khalifa sagte 20 Millionen Dollar und Deutschland 13,5 Millionen Dollar zu. Auch die USA beteiligten sich mit einer Summe von 159 Millionen Dollar. Insgesamt wurden Zusagen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar gemacht. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Unterdessen hat der Generalsekretär der UN, Ban-Ki Moon gesagt, dass mehr Menschen in Syrien sterben werden, wenn die Gelder nicht bald bereit stehen würden. Offenbar traut er den Zusagen der Geberländer nicht.

Golfstaaten möchten Assad stürzen

Die arabischen Golfstaaten gehören zu den schärfsten Gegnern des Assad-Regimes. In 2012 hatte die New York Times berichtet, dass jene Staaten in Kooperation mit den USA und der Türkei die syrischen Rebellen mit Waffen und Geld unterstützen würden (mehr – hier). Die Golfstaaten und die Türkei dementierten diesen Vorwurf. Die US Regierung hingegen kommentierte den Bericht der New York Times nicht. Im Juli 2012 hatte Damaskus sowohl Israel, als auch die Türkei beschuldigt an einem Bombenattentat – bei dem vier hochrangige syrische Regierungsvertreter getötet wurden – aktiv beteiligt gewesen zu sein (mehr – hier). Ankar wies diese Anschuldigung entschieden zurück.

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