Öcalan: Dialog zwischen PKK und Türkei hat Feinde

Der inhaftierte Führer der PKK, Abdullah Öcalan sieht eine Botschaft in den Morden der drei PKK-Frauen von Paris. Die Gegner des Dialogs zwischen der Türkei und der PKK sollen das Werk verrichtet haben. Doch Öcalan hält am Dialogkurs fest.

Die Morde an den drei PKK Mitgliedern, die sich am 9. Januar in Paris ereigneten (mehr – hier), sorgen für weitere Spekulationen. Einem Bericht der türkischen Tageszeitung Hürriyet zufolge habe Abdullah Öcalan einem hochrangigen türkischen Sicherheitsbeamten gesagt, dass die Gegner des PKK-Türkei Dialogs die Morde begangen haben sollen. Einige Kreise seien nicht interessiert an diesem Dialog und wollten eine Botschaft senden, so Öcalan. Wer denn nun diese Kreise seien, wisse er auch nicht. Doch es gebe Gegner einer politischen Lösung des Kurdenproblems.

Ermittlungen gegen Mörder laufen weiter

Währenddessen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Festgenommen wurde bisher ein Verdächtiger. Sein Name ist Ömer Güney und er habe sich den Berichten der französischen Polizei zufolge an den Morden beteiligt. Doch die Hintermänner seien noch unklar. Derzeit geht die französische Polizei von drei Szenarien aus. So könnten die Morde, aufgrund Habgier oder Eifersucht stattgefunden haben. Die These, dass Ömer Güney die Morde im Auftrag des türkischen Nachrichtendienstes begangen haben soll, findet bei den französischen Behörden keine Beachtung. Güney sei als eine unzuverlässige und seelisch unausgewogene Person. Zudem gebe er ständig widersprüchliche Antworten und treffe unschlüssige Aussagen. Auch hochrangige türkische Sicherheitsbeamte haben jede Beteiligung zurückgewiesen, so die Hürriyet.

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