Keine Waffenniederlegung bei der PKK: KCK dementiert Medienberichte

Die Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK) hat Medienberichte dementiert, wonach eine Gruppe von gut 100-PKK-Anhängern die Waffen niederlegen und die Türkei verlassen wollen. Darüber, so die Untergrundorganisation, gebe es keinerlei Vereinbarungen.

Die KCK wandte sich mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit, nachdem am vergangenen Dienstag Meldungen in der türkischen Presse aufgetaucht waren, dass eine Gruppe von gut 100 PKK-Anhängern ihre Waffen niederlegen und das Land bereits im kommenden Frühjahr verlassen wollen würden. Das Vorhaben wurde als symbolischer Schritt der Terrororganisation gewertet, die sich gerade in neuerlichen Friedensgesprächen mit der türkischen Regierung befindet (mehr hier).

Wie die türkische Zeitung Hürryiet an diesem Donnerstag allerdings meldet, sollen nach Angaben der KCK keinerlei Vereinbarungen über ein solches Vorhaben vorliegen. Vielmehr forderte man die türkische Regierung auf, Licht ins Dunkel um die Morde an drei kurdischen Aktivistinnen in Paris zu bringen. Diese waren am 9. Januar regelrecht hingerichtet worden (mehr hier).

„Wenn die AKP aufrichtig ist, müssen sie uns und der Community diejenigen, die für die Morde verantwortlich sind sowie ihre Motivation, mitteilen“, zitiert das Blatt aus der Erklärung. In den kommenden Tagen wollen hochrangige Mitglieder des türkischen Geheimdienstes MİT sich mit PKK-Mitgliedern in Arbil, der Hauptstadt der kurdischen Regionalregierung (KRG) im Nordirak, treffen.

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