Türkische Familienministerin: Arbeitserlaubnis für Syrer binnen zehn Tagen

Sie erlernen Demokratie, erhalten Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Jetzt soll den syrischen Flüchtlingen das Leben in der Türkei noch einmal ein Stück normaler und damit auch angenehmer gemacht werden. Einige von ihnen sollen jetzt arbeiten dürfen.

Industriemetropole Gaziantep mit ihren 1.393.000 Einwohnern hat ein Problem mit illegaler Beschäftigung (Foto: mattkrause1969/flickr)

Industriemetropole Gaziantep mit ihren 1.393.000 Einwohnern hat ein Problem mit illegaler Beschäftigung (Foto: mattkrause1969/flickr)

Wie die türkische Familien- und Sozialministerin Fatma Şahin bekannt gibt, sollen hochqualifizierte und bereits illegal Beschäftigte Syrer, die vor der Gewalt in ihrer Heimat in die Türkei geflohen seien, nun binnen zehn Tagen eine Arbeitserlaubnis erhalten. Diese Regelung werde allerdings nicht für alle syrischen Flüchtlinge gelten und Syrer ohne Pass sind komplett ausgenommen. Doch alle Flüchtlinge erhalten in der Türkei nach wie vor eine kostenlose medizinische Versorgung (mehr – hier).

Türkei will Fachkräfte fördern

Im Blickpunkt stehen die illegal Beschäftigten Syrer in der Industriehochburg Gaziantep. „Die fünf Industriezonen in Gaziantep brauchen Fachkräfte“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet die Ministerin.  Deren Aufenthaltsprobleme habe man bereits gelöst. Erst vergangene Woche habe  der Premierminister den Arbeitsminister zu diesem Thema angewiesen.  Die Ministerin vermutet nun, dass das Thema Arbeitserlaubnis binnen zehn Tagen gelöste werden könnte. Ein Tag zuvor starben in Gaziantep bei einer Explosion neben mehreren Türken zwei illegal beschäftigte Syrer. Bei der gesamten Flüchtlingsproblematik ist die Kostenfrage für den türkischen Steuerzahler weiterhin ungeklärt und undurchsichtig (mehr – hier).

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