Einwanderung: Immer mehr hochqualifizierte Migranten kommen nach Deutschland

Dem Migrationsbericht der Bundesregierung zufolge kommen immer mehr hochqualifizierte Migranten nach Deutschland. Doch auch die Anzahl ausländischer Studenten an deutschen Unis erhöht sich.

2011 ist es dem Migrationsbericht zufolge zu einer verstärkten Einwanderung von hochqualifizierten Menschen gekommen. Zu Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007 war dieser Trend nicht zu beobachten. Die Bundesregierung führt das darauf zurück,  dass sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland verbessert hat und die Möglichkeiten für hochqualifizierte Menschen, einen Beruf zu finden, vielfältiger geworden sind.

Viele Einwanderer aus Osteuropa

Insgesamt hat es einen Zuzug von Migranten in Höhe von 958.299 gegeben. Davon waren als Spitzenreiter 18 Prozent Polen, 10 Prozent Rumänen, 5,4 Prozent Bulgaren, 4,4 Prozent Ungarn, 3,4 Prozent Italiener, 3,3 Prozent US-Amerikaner und 3,2 Prozent Türken. Auffällig ist hier, dass die Osteuropäer mit einer Einwandererzahl von 362.237 Personen die größte Gruppe darstellen.

Die von der Finanzkrise stark betroffenen Spanier und Griechen machen zusammen 5,5 Prozent aller Zuzügler aus, was den Berechnungen der Deutsch Türkischen Nachrichten zufolge einer Anzahl von 52.706 Personen entspricht. Es lässt sich beobachten, dass 62,1 Prozent Einwanderer aus den EU-12 oder EU-14 Staaten nach Deutschland gekommen sind.

Türken, Schweizer und Österreicher ziehen fort

Doch es gibt auch Fortzüge aus Deutschland. Insgesamt sind im Jahre 2011 678.969 Menschen weggezogen. Nur unter den Türken, Österreichern und den Schweizern sind mehr Menschen ausgewandert als zugewandert. Bei den Asylbewerberzuzügen gibt es im  Jahr 2011 im Vergleich zu 2010 ein Zuwachs von 11 Prozent. Während 2010 demnach insgesamt 41.233 Asylbewerber zugezogen sind, belief sich diese Anzahl 2011 auf 45.741. Das Rekordjahr war 1992 mit einer Anzahl von zugezogenen 438.191 Asybewerbern.

Rekordzahlen bei ausländischen Studierenden

Gestiegen ist auch die Anzahl ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen. So sind im Wintersemester 2010/11 insgesamt 252.032 Studierende mit ausländischer Staatsbürgerschaft an deutschen Unis eingeschrieben gewesen. Davon sind 184.960 Bildungsausländer und gemäß den Berechnungen der Deutsch Türkischen Nachrichten 67.072 Bildungsinländer. Die größte Gruppe der Bildungsinländer stellen den Berichten des DAAD zufolge die Türken dar (mehr – hier). Im Wintersemester 2011/12 hingegen waren 265.292 ausländische Studenten eingeschrieben, wovon wiederum 192.853 Bildungsausländer waren. Deutschland entwickelt sich mehr und mehr zu einem Anziehungspunkt für Akademiker und Fachkräfte.

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