Der Fall Sarai Sierra: Jetzt schaltet sich das FBI ein

Nach Ansicht der türkischen Polizei stünden die Chancen gut, dass die seit dem 21. Januar 2013 vermisste US-Amerikanerin Sarai Sierra lebend gefunden wird. Denn: Seit ihrem Verschwinden wurde bereits zweimal ihre US-Telefonnummer aktiviert. Und auch von anderer Seite naht effektive Hilfe. Mittlerweile hat sich das FBI in den Fall eingeschaltet.

Die seit Tagen vermisste Sarai Sierra soll am 30. Januar über eine Skype-Applikation ihr US-amerikanisches Telefon benutzt haben. Das berichtet an diesem Freitag die türkische Zeitung Hürriyet. Tags darauf, so heißt es weiter, sei es noch einmal aktiviert worden. Einer von Sarais letzten bekannten Kontakten soll ein Türke namens Taylan gewesen sein (mehr hier). Dieser habe der Polizei nun jedoch erklärt, dass man sich nicht wie vereinbart am 21. Januar getroffen, es aber davor eine Zusammenkunft gegeben habe. Online habe man sich bereits vor vier Monaten kennen gelernt.

Zuvor hieß es, die beiden hätten sich am 20. Januar am Galata Tower in Beyoğlu treffen wollen. Das ging zumindest aus Chat-Aufzeichnungen hervor, die Sarais Ehemann der Polizei übergeben hatte. Insgesamt hatte die 33-Jährige offenbar Online-Kontakt zu vier türkischenn Staatsbürgern.

Mittlerweile setzt die türkische Polizei auch auf die Zusammenarbeit mit dem FBI. Wie die Nachrichtenagentur Doğan berichtet, hätten die türkischen Behörden von den US-Kollegen die wahre Identität von Taylan erhalten. Die Behörden hätten sich nun jedoch entschlossen, die Identität von Taylan nicht vollständig preiszugeben. Ob der Mann in Gewahrsam genommen werde, darüber müsse die Staatsanwaltschaft noch entscheiden. Allerdings sei er im Augenblick auch kein Verdächtiger. Seine Vernehmung habe auf ausdrücklichen Wunsch des Zeugen nicht in einer Polizeistation stattgefunden.

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