Bombenattentat von Ankara: Täter angeblich Mitglied einer verbotenen linken Gruppe

Der Selbstmordattentäter, der sich an diesem Freitag vor der US-Botschaft in Ankara in die Luft gesprengt hat, soll aus dem linksextremistischen Milleu kommen. Das gab die türkische Regierung mittlerweile bekannt. Der 30-Jährige gehöre demnach der verbotenen Organisation DHKP-C an.

Wie der türkische Innenminister Muammar Güler bekannt gegeben hat, sei der Attentäter Mitglied einer verbotenen linksextremistischen Organisation gewesen. Obschon Güler selbst die DHKP-C nicht konkret benannte, gehen die türkischen Medien davon aus, dass es sich um ein Mitglied der vor allem für Anschläge gegen Polizei und Justiz bekannten Gruppierung handle. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

36-jähriger Wachmann stirbt

Der 30-jährige Ecevit Şanlı, so heißt es weiter, habe bereits in der Vergangenheit im Gefängnis gesessen. Bei dem Selbstmordattentat war auch der 36-jährige Wachmann Mustafa Akarsu getötet worden (mehr hier). Die 38-jährige ehemalige Journalistin Didem Tuncay wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Bei dem Attentat, so Güler weiter,  wurde der Eingang zum Botschaftsgebäude zerstört. Die Explosion selbst habe ein Bild des Grauens hinterlassen. Überall auf der Straße verteilt seien menschliche Überreste gelegen.

Erinnerung an Attentat von Sultangazi am 11. September 2012

Der Angriff an diesem Tag, fährt die Hürriyet fort, trage bemerkenswerte Ähnlichkeit zu einem Bombenanschlag auf eine Polizeiwache in Istanbuler Bezirk Sultangazi am 11. September 2012. Dabei sei ein Polizist und die Angreifer getötet worden (mehr hier). Der Täter wurde später als  İbrahim Çuhadar identifiziert. Auch er war Mitglied der DHKP/C. Für seine Teilnahme an illegalen Demonstrationen war er zuvor acht Monate im Gefängnis gewesen. Damals wurden sieben Menschen, darunter vier Polizisten und drei Zivilisten, verletzt. Der Polizeibeamte Bülent Özkan starb.

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