Suleiman M.: Schwiegersohn von Osama Bin Laden angeblich in Ankara geschnappt

Der Schwiegersohn des verstorbenen Al Qaida-Bosses Osama Bin Laden soll in der türkischen Hauptstadt Ankara verhaftet worden sein. Angeblich wird er nun in den Iran abgeschoben. Er kam mit einem falschen Pass ins Land.

Suleiman M., Schwiegersohn des verstorbenen Osama Bin Laden (mehr hier), soll in einer gemeinsamen Operation des türkischen Geheimdienstes MİT und dem US-amerikanischen CIA in Ankara geschnappt worden sein. Das berichtet die türkische Zeitung Milliyet. Nachdem der CIA die türkischen Kollegen des MİT über den Aufenthaltsort von Suleiman M. informiert hatten, nahmen letztere ihn schließlich in einem Hotel im Distrikt Çankaya fest. Dem Bericht zufolge sei er mit einem falschen Pass aus dem Iran in die Türkei eingereist.

Suleiman M., der vormals die kuwaitische Staatsbürgerschaft erhalten hatte, wurde dort ausgewiesen, nachdem er wegen terroristischer Aktivitäten auf der Fahndungsliste der USA gelandet war. Nun sei er staatenlos.

Keine Auslieferung an die USA

Nachdem er in der Generaldirektion für Sicherheit verhört wurde, soll er einem Gericht vorgeführt worden sein. Dieses entließ ihn jedoch zurück in die Obhut der Zentralbehörde der türkischen Polizei (EGM), da er in der Türkei kein Verbrechen begangen habe außer, dass er mit einem falschen Pass eingereist sei. Interesse an Suleiman haben jedoch auch die USA, die ihn nur allzu gerne zum Thema Al Qaida befragen würden. Eine Auslieferung stünde, so das Blatt weiter, allerdings nicht zur Debatte. In Übereinstimmung mit dem türkischen Gesetz über illegale Einreisen soll er vielmehr zurück in den Iran verbracht werden.

Nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 (mehr hier) soll Suleiman aus einem Al Qaida-Camp in Afghanistan verschwunden und darauf hin in einem Lager im Iran gelandet sein. Nachdem der Iran ihn aus dem Lager entfernt hatte, kam er mit einem falschen Pass in die Türkei, wo er angeblich politisches Asyl beantragen wollte. Eigentlich wolle er aber nach Saudi-Arabien, wo seine Frau lebe.

Die MİT und die EGM sollen mittlerweile Naim Şahin, ehemaliger türkischer Innenminister, und Personen aus dem Dunstkreis von Premier Recep Tayyip Erdoğan informiert haben.

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