Türkei: Die steigende Inflationsrate schadet dem Wachstum

In der Türkei ist die Inflation im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das ist schlecht für die Wirtschaft, denn Preissteigerungen können sich nachteilig auf den Konsum und damit das wirtschaftliche Wachstum auswirken. Doch der Chef der Zentralbank blickt optimistisch auf das Jahr 2013.

Das türkische Statistikamt (TÜIK) berichtet, dass die Inflationsrate für Konsumenten von Dezember 2012 auf Januar 2013 um 1,65 Prozent gestiegen ist. Die Lebenshaltungskosten waren im Januar 2013 7,31 Prozent höher als vor einem Jahr. Damit steigerten sich die Preise stärker als von Finanz-Analysten erwartet. Preise für alkoholische Getränke notierten den größten Monatsanstieg im Januar in Höhe von 14,26 Prozent. Zigarettenpreise wurden um 15,08 Prozent erhöht. Saisonbedingte Preisniveauerhöhungen erfuhren beispielsweise  Tomaten in Höhe von 51,26 Prozent, Auberginen in Höhe von 47,72 Prozent oder Peperoni in Höhe von 45,85 Prozent.

Wachstum droht 2013 zurückzugehen

Jedoch gab es auch Produkte, die vom Dezember zum Januar einen Rückgang des Preisniveaus vorweisen konnten. Rindfleisch um 0,66 Prozent, Diamanten um 1,85 Prozent, Fetakäse um o,42 Prozent und Herrenanzüge um 7,71 Prozent günstiger. Pullover, Stiefel und Schuhe für Damen, Herren und Kinder wurden ebenfalls wesentlich günstiger.

Die türkische Wirtschaft ist in 2012 um etwa 3,0 Prozent gewachsen. Doch wegen der hohen Inflation sowie dem großen Defizit in der Leistungsbilanz droht das Wachstum in 2013 zurückzugehen (mehr – hier). Der Chef der türkischen Zentralbank, Erdem Başçı geht davon aus, dass sich die Inflation bis zum Jahresende auf fünf Prozent abschwächen werde, so die türkische Zeitung Hürriyet.

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