Mehr Zeit für Reformen: Steinbrück will bei Griechenland ein Auge zudrücken

Der Kanzlerkandidat schreckt auch vor Mehrausgaben zur Bewältigung der Schuldenkrise in Griechenland nicht zurück. Steinbrück will Griechenland mehr Zeit für die Umsetzung der Reformen geben.

Auf einem Vortrag an der London School of Economics sagte Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, die Länder der Schuldenkrise sollten ihre Haushalte in Ordnung bringen. Insbesondere im Falle Griechenlands müsse der Zeitraum für diese Maßnahme aber ausgeweitet werden – auch wenn dadurch Mehrkosten für die Bundesregierung und den Steuerzahler entstünden.

Steinbrück warf Bundeskanzlerin Merkel vor, die Bevölkerung nicht ausreichend vor der Möglichkeit weiterer Kosten für Griechenland zu warnen. Außerdem sei sie zu stark auf den Sparkurs in Europa fokussiert. Parallel müsse es aber in der Euro-Zone auch eine funktionsfähige Bankenregulierung und Wachstumsimpulse geben, sagte Steinbrück einem Bericht von Reuters zufolge.

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