Anschuldigungen unfair: Innenminister Friedrich wehrt sich gegen Vorwürfe von Erdoğan

Der Innenminister Hans-Peter Friedrich sagt: Terrorbekämpfung hat für Deutschland Priorität. Seiner Ansicht nach unterstützt Berlin die türkische Regierung in ihrem Kampf gegen den Terror. Doch Erdoğan verlangt tiefergehende Zusammenarbeit.

Der deutsche Innenminister Hans-Peter Friedrich hat sich gegen die jüngsten Vorwürfe Erdoğans, Deutschland verweigere der Türkei die Kooperation gegen den Terrorismus, gewehrt. Jene Anschuldigungen seien völlig ungerechtfertigt. Es sei richtig, dass der linksextreme türkische Attentäter der US-Botschaft (mehr – hier) im Jahr 2001 einen Asylantrag in Deutschland gestellt habe. Sein Antrag wurde zwar abgelehnt, doch zu einer Abschiebung sei es aus rechtlichen Gründen nicht sofort gekommen. Die Zwangsabschiebung sei dann Ende 2012 erfolgt.

„Ich glaube, dass die türkischen Behörden informiert gewesen sind über seinen Aufenthalt in der Türkei. Es ist schlichtweg nicht wahr, dass wir nichts gegen den Mann unternommen hätten“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet Innenminister Friedrich. Seine Abschiebung sei ein Gegenbeweis für Erdoğans Aussagen. Die Kooperation zwischen der Türkei und Deutschland im Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus sei intakt (mehr – hier).

Zuvor hatte Premier Erdoğan die EU und Deutschland aufgefordert, sich von anti-türkischen Terrororganisationen zu distanzieren. Man habe Deutschland mehrere Male den Aufenthalt von Terroristen auf deutschem Boden mitgeteilt und deren Auslieferung gefordert. Doch sei man immer wieder mit Lippenbekenntnissen abgespeist worden.

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