Irrläufer Bruce Willis: Hollywood-Star spricht sich gegen schärfere Waffengesetze aus

Eigentlich ist sich Hollywood weitestgehend einig: Der Waffengewalt im Land muss ein Ende bereitet werden. Zahlreiche Prominente haben sich zusammengeschlossen, um den so genannten „Demand A Plan“ zu unterstützen. Einer hält davon allerdings gar nichts: Action-Star Bruce Willis.

Bereits seit einiger Zeit fragen sich zahlreiche US-Stars „How many more?“ – Wie viele noch?“. Im Rahmen der so genannten „Demand a plan to end gun violence“-Kampagne, wandten sich sich angesichts des jüngsten Massakers in Newtown an die Öffentlichkeit.

Die grausame Tat, das befürchten nicht nur sie, war noch lange nicht der Schlusspunkt der Reihe wahnsinniger Amokläufe in den USA. Spätestens seit dem Verbrechen an der Sandy-Hook-Grundschule mit insgesamt 27 Toten (mehr hier) wird in den USA allerdings erneut das bestehende Waffengesetz scharf diskutiert. Für die beteiligten Hollywood-Stars ist klar: Ein Verbot von Schnellfeuergeräten und eine bessere Kontrolle der Käufer muss dringend her. Ein Diskussion, die übrigens auch in der Türkei stattfindet (mehr hier).

Bruce Willis will keine Einschränkung der Grundrechte

Größen des Showgeschäfts wie Cameron Diaz, Beyonce oder auch Jessica Alba fragen: „Wie viele Klassenzimmer noch? Wie viele Kinoaufführungen? (…) Es reicht. Für die Kinder der Sandy-Hook-Grundschule.“ Einer sieht das jedoch ganz anders: Bruce Willis. Wie er der Associated erklärte, sei er absolut gegen jegliche Kontrollen, die das US-amerikanische Recht auf Waffenbesitz verletzen würden. Er hält diesen Weg nicht nur für den falschen Ansatz, sondern fürchtet künftig sogar weitere Einschränkungen.

„Ich denke, man kann nicht irgendetwas aus der Verfassung entfernen, ohne dabei alles andere rückgängig zu machen.“ Der 57-jährige Schauspieler warnt: „Wenn sie ein Gesetz streichen oder verändern, warum sollten sie dann nicht auch alle andere Rechte dem Menschen wegnehmen?“

Hollywood und reale Verbrechen in keinem Zusammenhang

Genauso wie Kult-Regisseur Quentin Tarantino sieht Willis übrigens auch keine Verbindung zwischen Gewalttaten in den USA und Gewaltdarstellungen in Hollywood-Streifen. „Niemand begeht ein Verbrechen, weil er sich einen Film angesehen hat“, so seine feste Überzeugung. Alternativen zur Verbrechensprävention vermag der Vater von vier Töchtern allerdings auch nicht anzubieten. Das sei wiederum eine schwierige Angelegenheit und er fühle auch mit den Familien, so Willis. Er sei selbst Vater und das sei eine Tragödie. Aber:  „Ich weiß nicht, wie man den Wahnsinn gesetzlich regulieren soll. Ich weiß nicht, was man dagegen tun soll. Ich weiß nicht einmal, wo man ansetzen soll, um das zu verhindern.“

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