Horror auf der Kartbahn: Türkische Studentin wird enthauptet

In der nordwestlichen Provinz Sakarya ist am vergangenen Donnerstag eine 24-jährige Studentin auf einer Kartbahn ums Leben gekommen. Bei dem Go-Kart-Unfall verhedderte sich ihre Kleidung so ungünstigt, dass die junge Frau enthauptet wurde.

Die angehende Ingenieurin Tuğba Erdoğan, die an der Sakarya Universität eingeschrieben war, starb, nachdem sich ihr Schal bei einem Unfall im Sicherheitsgurt des Go Karts verhedderte. Das berichtet die türkische Zeitung Zaman. Der Zwischenfall ereignete sich auf einer Kartbahn in der Provinzhauptstadt Adapazarı.

Medienberichten zufolge sei Erdoğan mit Freunden auf der Bahn, die sich in einem Einkaufszentrum befindet, gewesen. Als die Polizei an der Unfallstelle eintraf, hätten sich diese in einem Schockzustand befunden.

Der Leichnam der jungen Frau wurde mittlerweile ins Gerichtsmedizinische Institut (ATK) in Istanbul zur Autopsie verbracht. Auch eine Untersuchung des Vorfalls wurde eingeleitet. Der Manager der Strecke wurde zum Verhör auf eine Polizeistation gebracht. Derzeit, so berichtet die Zeitung weiter, würde die Polizei auch die Bänder der Videoüberwachung auswerten, um festzustellen, ob eventuell Fremdverschulden in Frage käme.

TOSFED weist jegliche Verantwortung zurück

Wie die türkischen Medien am späteren Freitag berichten, wurde die Strecke, die offenbar nicht den strengen Regulierungen für den Go-Kart-Sport entspricht, von Beamten geschlossen. Unterdessen hat die türkische Motorsport Federation (TOSFED) jegliche Verantwortung für den dramatischen Unfall von sich gewiesen. Sie macht geltend, dass derartige Anlagen nicht unter ihrer Aufsicht stünden. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Weiterhin weist die TOFSED jedoch darauf hin, dass, obschon es keine gesetzliche Verpflichtung gebe, man dennoch jenen Hilfe und Beratung anbiete, die der Vereinigung zugehörig wären. Im Fall der betroffenen Kartbahn sei das jedoch nicht so gewesen. Diese hätte sich nicht an die TOFSED gewandt.

Mittlerweile hat auch der Vater der Verstorbenen, Süleyman Erdoğan, schwere Vorwürfe gegen die Kartbahn geäußert. Man habe die Sicherheitsvorkehrungen nicht ernst genug genommen. Bereits vor gut einem Jahr hätte es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Dabei wurde ein junges Mädchen fast getötet. Als sich ihre Haare im Fahrzeug verfingen. Jetzt, so schreibt das Blatt weiter, werde der Fall von Tuğba Erdoğan wohl vor Gericht gehen.

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