Cemil İpekçi: Schwuler Modedesigner spricht sich gegen Homoehen aus

Der international erfolgreiche türkische Modemacher Cemil Ipekçi lehnt Homoehen ab. Seine Begründung: Ein heranwachsendes Kind brauche eine Mutter und einen Vater. Doch Ipekçi selbst ist ebenfalls homosexuell.

 

Der türkische Modemacher Cemil İpekçi hat sich bei einer Talkshow von Kanal A Haber gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen. Ausschlaggebend für ihn sei das „Wohl des Kindes“, denn ein heranwachsendes Kind brauche seiner Meinung nach immer eine weibliche und eine männliche Vertrauenspersonen. Das psychologische Wohl des Kindes sei enorm wichtig für ihn, so İpekçi.

Cemil İpekçis unerfüllter Kinderwunsch

Er selbst wollte nach eigenen Angaben immer Kinder haben. Dafür nahm er es sogar in Kauf, eine Ehe mit einer Frau einzugehen. Jene Ehe habe er nicht geschlossen, um seine eigene Homosexualität zu verdecken. Er habe seinen Kinderwunsch erfüllen wollen. Auf die Frage hin, ob er denn nicht in Betracht ziehe, ein Kind zu adoptieren, erklärte İpekçi, dass er und sein Freund dies für „unverantwortlich“ halten.

Männer könnten einem Kind zwar Liebe schenken, doch niemals eine Mutter ersetzen so die Meinung des Paares. Trotz seiner Homosexualität hält İpekçi am traditionellen Familienbild und der Rollenverteilung fest. So hält er von türkischen Feministinne nicht viel. „Ich bewundere Frauen, die sich wie Frauen verhalten und Männer, die sich wie Männer verhalten. Metrosexuelle Männer sind mir zuwider. Ein Mann sollte maskulin sein“, erklärt er.

Männer, die eine Frau nach einem Rendevouz nicht nach Hause fahren, so der Designer, hält er gar für „abscheulich“. Zuvor hatte er im Jahr 2008 im türkischen Fernsehen gesagt, dass er ein „konservativer Homosexueller“ sei (mehr – hier).

Trotzdem ist er ein Verfechter der gesellschaftlichen Anerkennung von Homosexuellen (mehr – hier). In seinem neuen Buch, das den Titel  „Verzeiht mir“ trägt, beschreibt er sein schwieriges Leben als Homosexueller. Er bedankt sich bei seiner Familie für ihre Toleranz. Diese habe ihn immer unterstützt und niemals im Stich gelassen, so İpekçi.

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