Iran: Feier zum Jahrestag der islamischen Revolution wird zur Machtdemonstration

Der iranische Präsident Ahmadinedschad möchte Stärke zeigen. Der Iran hat ein laufendes Nuklearprogramm und werde sich keine Vorschriften machen lassen. Trotzdem ist Ahmadinedschad für einen Dialog mit den USA bereit. Allerdings ohne Vorbedingungen.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat zum 34. Jahrestag der iranischen Revolution Stärke demonstriert. Bei seiner Rede in Teheran sagte er, dass der Iran grundsätzlich bereit sei für einen Dialog mit den USA. Doch dafür müsse Washington seine feindliche Haltung gegen den Iran aufgeben. Sein Land verfüge nun einmal über nukleares Wissen, ob es der Westen nun mag oder nicht (mehr – hier). Das berichtet die Zeitung Hürriyet. Die Menschenmassen skandierten zeitweise mit anti-amerikanischen und anti-israelische Parolen.

 Machtdemonstration nach aussen und innen

„Die Imperialisten und kulturlosen Zionisten stehen bewegungslos in einer Sackgasse und stehen am Ende ihrer Bestrebungen. Vorbei sind die Zeiten des Kapitalismus“, so der iranische Präsident auf dem türkischen Nachrichtenportal Haberturk. Seine Rede war eine Mischung aus Durchhalteparolen an das Volk und Drohungen gegen den Westen. Hinter Ahmedinejads heroischem Auftreten stand auch das Ziel, Werbung in eigener Sache zu machen, denn in vier Monaten werden im Iran Präsidentschaftswahlen abgehalten. Denn zuvorgegangen waren Kritiken an seiner Person durch den Vorsitzenden des iranischen Parlaments, Ali Larijani. Es kam sogar zu einem öffentlichen Disput zwischen den beiden mit gegenseitigen Anschuldigungen. Weitere Kritiker, insbesondere seiner Wirtschaftspolitik, sind die geistlichen Ali Akbar Hashemi-Rafsanjani und Sadegh Larijani. Ahmedinejad ist im Iran alles andere, als ein allmächtiger Diktator. Derzeit muss er sich sorgen um seinen Sitz im Präsidentenamt machen.

Im Jahr 1979 fand im Iran der Umsturz der Monarchie unter dem Schah Mohammed Reza Pahlavi statt. Angeführt wurde die islamische Revolution („Enghelāb-e Eslāmi“) unter ihrem geistigen und politischen Führer Ajatollah Ruhollah Chomeini, der bis zum Umsturz in französischen Exil residierte. Die Revolution hatte zuvor die gesamte Opposition aus liberalen, Marxisten, Sozialisten und Demokraten hinter, deren führende Mitglieder in der Zeit nach dem Umsturz als „ausländische Spione“ diffamiert und inhaftiert wurden.

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