Visa-Freiheit und Direktflüge: Türkischer Tourismussektor streckt die Fühler gen Osten

Die durch die AKP-Regierung vereinbarte Visa-Freiheit mit einer Reihe von Ländern hat den türkischen Tourismussektor beflügelt. Innerhalb von zwei Jahren wurden Abkommen zur Visa-Freiheit mit Russland und der Ukraine geschlossen. Die Flugnachfrage in diese Länder ist um 700 Prozent gestiegen.

Die Visa-Abkommen mit Russland und der Ukraine bescherten der türkischen Tourismusindustrie für einige Regionen eine Nachfragesteigerung von gut 700 Prozent. Auch Kroatien stehe derzeit hoch im Kurs. Hier konnte ebenfalls ein Schub um die 100 Prozent verzeichnet werden. Bestrebungen dieser Art gibt es im Augenblick auch mit Ägypten (mehr hier). Den ersten Schritt macht auch hier Turkish Airlines mit Direktflügen von der Türkei in die Touristenhochburgen Sharm el-Sheikh und Hurghada ( mehr hier).

Für frisch Verliebte war vor allem 2012 entscheidend. Im vergangenen Jahr wurde die Visa-Freiheit für türkische Staatsbürger nach Mauritius und die Seychellen gewährt. Anschließend kam es auch hier zu einem Anstieg der Nachfrage nach Flügen in diese Länder. Insbesondere frisch verheiratete Paare würden nach Mauritius oder auf die Seychellen fliegen, um dort ihre Flitterwochen zu verbringen. Das berichtet die türkische Zeitung Sabah.

Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat zügig reagiert und parallel zu den neuen Visa-Regelungen die Anzahl der Direktflüge in diese Länder erhöht. So wurden erste Direktflüge auf die Maldiven bereits Ende November 2012 eingerichtet. Gelohnt hat sich dieser Schritt für die Airline schon jetzt. Wie das Blatt weiter schreibt, seien seither mehr als doppelt so viele Buchungen eingegangen wie in den vergangenen zwei Jahren zuvor.

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