Großbritannien: BNP wettert gegen britische Muslime

Der Vorsitzende der neurechten britischen Partei BNP, Nick Griffin, nimmt bulgarische und rumänische Einwanderer in Schutz. Sie seien schließlich weiße und christliche Europäer. Muslime hingegen gehören nicht nach Großbritannien. Sie seien Angehörige einer bösartigen Religion.

Der Vorsitzende der British Nationalist Party (BNP), Nick Griffin, nimmt bulgarische und rumänische Einwanderer in Schutz. In einem Interview mit der bulgarischen Nachrichtenagentur Sofia sagte er, dass Rumänen und Bulgaren weiße Europäer seien und mit Muslimen nichts gemeinsam hätten. Umso mehr verachte er es, dass die englischen Medien immer nur schlechte Dinge über Rumänen und Bulgaren berichten. Schließlich seien sie den Engländern kulturell und religiös viel näher, als die Muslime in Großbritannien.

Um genaueres über die BNP und Griffin zu erfahren, hatte sich der BBC Reporter Jason Gwynne in der rechten Partei für sechs Monate eingeschleust und geheime Aufnahmen gemacht. Im Zuge der Undercover-Aktion filmte Gwynne wie Griffin den Islam als eine niederträchtige und bösartige Religion bezeichnete. Parteimiglieder riefen sogar zum Mord an Muslimen auf. Doch der Umstand, dass die BNP eine anti-islamische Partei ist, gefällt auch einigen nicht-weißen und nicht-christlichen Briten. So befinden sich auch Sikhs in den Reihen der BNP.

Islam wird als aggressive und brutale Religion betrachtet

Einer der prominentesten Sikhs der BNP ist Rajinder Singh. Auf Nachfrage der britischen Zeitung The Guardian, warum er Mitglied wurde, antwortet Singh: „Ich glaube, dass der Islam eine gefährliche Religion ist und ich will nicht, dass Großbritannien eine islamische Republik wird“, so der 78-jährige Singh. Jeder Hindu und Sikh müsse die BNP unterstützen, denn der Islam sei eine aggressive und brutale Religion. Tatsächlich nimmt die Ausgrenzung der Muslime in Großbritannien immer weiter zu. Allerdings spielt jene gefährliche Isolierung den Islamisten in die Hände (mehr – hier). Auch in den USA sind  Muslime die unbeliebteste Minderheit (mehr – hier).

Unter den BNP Mitgliedern befinden sich auch ein Halbtürke, namens Lawrence Rüstem und die nicht praktizierende Jüdin Patricia Richardson. Richardson stören die Holocaust-Leugner der Partei nicht, denn sie unterscheide zwischen ihrer jüdischen Identität und ihren politischen Vorlieben. Der karrierebewusste Halbtürke Rüstem hingegen, wurde durch einen ehemaligen Wahlkandidaten mit folgenden Worten umschrieben: „Er ist in Ordnung, schließlich ist er nur ein halber Kanacke und das kommt bei ihm ja nun gar nicht zum Vorschein“.

Mehr zum Thema:

Elf Jahre nach 9/11: New York erlaubt muslimischen Arbeitern religiöse Kopfbedeckung
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: British Airways hat christliche Mitarbeiterin diskriminiert
Ängste vor einer Islamisierung Deutschlands sind unbegründet“

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.