Olympia 2020 in Istanbul: Jetzt gibt es Unterstützung aus Großbritannien

Unter die Top drei-Kandidaten für die Olympischen Sommerspiele 2020 hat es die Türkei bereits geschafft. Dass der Traum vom sportlichen Großereignis in Istanbul tatsächlich wahr werden könnte, davon ist nun auch der britische Minister für Sport und Tourismus, Hugh Robertson, überzeugt. Die Millionenmetropole habe sehr gute Chancen. Jetzt, so mahnt er an, käme alles auf eine gute Präsentation an.

„Viele Entscheidungen dieser Art wurden auf Grund der Art und Weise getroffen, wie man sich an diesem Tag vor den IOC-Mitgliedern präsentiert hat“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet den britischen Minister für Sport und Tourismus Hugh Robertson, der nach den Olympischen und Paralympischen Spielen im Sommer 2012 über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt. Es gehe um die Arbeit, die man bis dahin hineingesteckt hätte und um den entscheidenden Termin im September.

Die Türkei so fährt er fort, habe das Internationale Olympische Komitee (IOC) bereits von ihrer Vision und ihren Gründen für eine Kandidatur 2020 überzeugen können. Diese Sicht teilt er übrigens auch mit Uğur Erdener, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der Türkei (TMOK) (mehr hier). Im kommenden September geht es dann in Buenos Aires zur Sache. Dann muss sich das IOC zwischen Tokio, Madrid und Istanbul entscheiden. „Zunächst einmal muss man das IOC davon überzeugen, dass man das auch tatsächlich durchziehen kann. Man muss an den Verstand appellieren. Und dann muss man auch ein bisschen das Herz ansprechen und alle IOC-Mitglieder davon überzeugen, dass sie es dir geben sollten“, empfiehlt Robertson, der gerade auf Türkeivisite ist, um potenzielle Kooperationsmöglichkeiten zwischen dem Vereinigten Königreich und der Türkei auszuloten.

Die Türkei muss eine Vision für Olympia 2020 vermitteln

Es gehe, erinnert er sich an einstige Kandidaten zurück, um die Vision, die hinter allem stehe. „Sydney war toll zu Beginn eines neuen Jahrtausends. Sydneys Bilder von der Oper und der ganze Rest. In Athen ging es um die Rückkehr zu den historischen Wurzeln Olympias. Peking war die Gelegenheit für China, sich als eine internationale Supermacht zu präsentieren. Wir haben gesagt: ‚Gebt sie uns, wir begeistern viele junge Leute für den Sport.’“, erläutert Robertson die verschiedenen Strategien. Nun, so stellte er kurz vor einem Treffen mit türkischen Offiziellen heraus, wolle man seine Erfahrungen in Bezug auf die Entwicklung einer Sportinfrastruktur und in der Inszenierung großer Sportveranstaltungen mit der Türkei teilen. Zu diesem Zwecke hat sich der britische Minister gleich Unterstützung mitgebracht. Ihn begleiten mehrere britische Unternehmen, die die Infrastruktur der Olympischen Spiele 2012 und die der Paralympischen Spiele aufgebaut haben. Interesse aus Großbritannien, in der Türkei zu investieren, gab es darüber hinaus bereits vergangenen Herbst (mehr hier).

Besonderes Augenmerk, so empfiehlt er abschließend, sollte auch der Gefahrenabwehr gelten. „Ihr braucht das Militär, müsst es aber anders einsetzen. Die Armee muss den Menschen ein Gefühl von Vertrauen vermitteln.“ Auch das Thema Transport sei von entscheidender Bedeutung. Dass Robertsons Ratschläge nicht ungehört verhallen, das stellte mittlerweile auch der türkische Amtskollege Suat Kılıç heraus: „Wir glauben, dass wir mit der Unterstützung des britischen Ministers für Sport und Tourismus Robertson, eine bessere Organisation als in London 2012 erreichen können.“ Gelingt es der Türkei tatsächlich, das IOC zu überzeugen, wäre man das erste muslimische Land, dass Olympische Spiele austrägt.

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