Überfall: Pferdefleisch-Skandal schreckt Döner-Diebe nicht ab

Ein 24-Jähriger dürfte am vergangenen Mittwochabend in Leipzig nicht schlecht gestaunt haben. Zwei 30 bis 40 Jahre alte Männer haben ihn gegen 19 Uhr am Lindenauer Markt überfallen. Um Geld ging es dabei allerdings nicht, sondern um die Herausgabe zweier Döner.

„Die Täter (…) [sind] zwischen 30 und 40 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und mit dunkelfarbenen Jacken bekleidet gewesen (…). Einer der beiden hatte sehr kurze Haare, der andere eine Glatze“, berichtet LVZ Online an diesem Donnerstag unter Berufung auf die örtliche Polizei. Angefangen hatte alles damit, dass die beiden Männer einen 24-jährigen jungen Mann am Lindenauer Markt in Leipzig bedroht und ihn sogar von hinten am Hals gewürgt hatten.

Zunächst schien die Sache für das Opfer, in ersten Berichten zur Sache war zunächst von einem 14-jährigen Teenager die Rede, ausgestanden, als die Täter sein Mobiltelefon erbeuten konnten. Doch diese überlegten es sich anders und forderten stattdessen die Herausgabe zweier Döner, die der 24-Jährige bei sich hatte. Das Handy war den beiden Räuber offenbar zu alt und die Döner attraktiver. Die Ermittlungen, so schreibt das Blatt weiter, würden derzeit laufen.

„da sind bei den beiden also die pferde durchgegangen?“

In der regionalen Presse hat sich die Nachricht von diesem wahrhaft dubiosen Überfall wie ein Lauffeuer verbreitet und wird mittlerweile auch von den nationalen Nachrichtenseiten aufgegriffen. In den Sozialen Medien wird der Vorfall überwiegend mit Erheiterung kommentiert. Ein ums andere Mal finden sich amüsante Verweise auf den aktuellen Fleischdeklarierungsskandal, von dem auch Döner-Buden in Berlin und eben auch in Leipzig betroffen sein sollen (mehr hier).

„da sind bei den beiden also die pferde durchgegangen?“, scherzt etwa ein Facebook-User unter einem entsprechenden Post. Andere glauben derweil an einen Fake. Zu schräg scheint die Nachricht auf den ersten Blick. Ein Dritter kommentiert nicht weniger amüsiert: „Ich warte auf die Schlagzeile: Räuber bereuen ihre Tat und geben Döner zurück.“ Vielleicht hätten beide aber auch das Appell eines Brancheninsiders besser beherzigen sollen. Der mahnte schon am vergangenen Dienstag im Gespräch mit den Deutsch Türkischen Nachrichten: „(…) auch die Verbraucher müssen genauer hinschauen.“ (mehr hier). Ob die Beute gemundet hat, ist nicht bekannt.

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