Syrien: Türkei begrüßt Annäherung zwischen Rebellen und PYD

Die türkische Regierung zeigt sich erfreut über den Waffenstillstand zwischen dem PKK-Ableger PYD und den syrischen Rebellen. Doch die PYD wird von Ankara nach wie vor mit Argwohn betrachtet.

Der Waffenstillstand zwischen den syrischen Rebellen und der kurdisch-syrischen PYD stößt auf Unterstützung in Ankara. Der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Levent Gümrükçü, sagt, dass die Türkei jede Entwicklung, die dem Zweck dient ethnische und religiöse Spannungen in Syrien zu verhindern, unterstütze . Doch habe sich die offizielle Sicht der Türkei in Bezug auf die PYD nicht geändert. Die PYD stellt für die Türkei ein potentielles Sicherheitsrisiko dar. Sie hat kurdisch-nationalistische Bestrebungen an der türkisch-syrischen Grenze, was auch die territoriale Integrität der Türkei gefährdet.

Des Weiteren ist Gümrükçü unzufrieden über die Rolle der internationalen Gemeinschaft im Syrien-Konflikt. Im Januar 2013 hatte die UN eine Geberkonferenz in Kuwait  für syrische Flüchtlinge veranstaltet. Dort seien eine Reihe von finanziellen Zusagen für die syrischen Flüchtlinge gemacht worden, von denen bisher die meisten unerfüllt geblieben sind. Insbesondere die autokratisch regierten arabischen Staaten Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait sagten jeweils 300 Millionen Dollar zu (mehr – hier). Zur Überweisung der Gelder kam es nicht.

Es verwundert nicht, dass Ankara so sehr mit der Zukunft Syriens beschäftigt ist. Denn die Türkei ist aktiv beteiligt am Syrien-Konflikt und lässt den syrischen Rebellen jede denkbar mögliche Unterstützung zukommen (mehr – hier).

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