Abgelehnt: Türkischer Verleger wird Frankfurter Rundschau nicht übernehmen

Das Kaufangebot des Inhabers des Medienunternehmens Estetik Yayıncılık, Burak Akbay, für die FR wurde abgelehnt. Der türkische Verleger hatte zum zweiten Mal einen inakzeptablen Preis geboten und muss sich nun aus den Verhandlungen zurückziehen. Doch für die FR besteht noch Hoffnung, denn schon bald könnte eine Sanierungsfusion mit der FAZ stattfinden.

Das neue Angebot des 42-jährigen türkische Verleger Burak Akbay, der zuvor erklärt hatte, dass er die FR übernehmen wolle, ist von der Insolvenzverwaltung abgelehnt worden. Es sei im Vergleich zum Angebot der FAZ ohnehin nicht konkurrenzfähig gewesen, zumal nur eine minimale Nachbesserung vorgenommen wurde.

Akbay, der das in Istanbul/Küçükçekmece ansässige Medienunternehmen Estetik Yayıncılık besitzt, wollte 80 Mitarbeiter im Verlag der Frankfurter Rundschau und 30 Mitarbeiter in der Druckerei übernehmen. Er hatte sich der deutschen Öffentlichkeit als Retter der FR präsentiert (mehr hier).

Doch Recherchen der DTN ergaben, dass es sich bei Akbay um einen Dumping-Verleger handelt, der seine Mitarbeiter möglichst viel für wenig Geld arbeiten lässt. Nach eigenen Aussagen, erhalten seine Mitarbeiter nur geringfügige Löhne, die durch journalistische Freiheit kompensiert werden sollen (mehr hier). Dies sei ein herausragendes Merkmal seines Unternehmens.

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