Hakan Şükür: „Ich bin kein Türke, sondern Albaner“

Der ehemalige Fußballer der türkischen Nationalmannschaft, Hakan Şükür, hat auf einer Konferenz erklärt, dass er kein Türke sei. Aus ethnischer Perspektive sei er Albaner. Doch das sei für den AKP-Abgeordneten kein Grund, um gegen den türkischen Staat und das türkische Volk zu sein.

Die türkische Fußball-Legende Hakan Şükür sieht sich nicht als Türke, sondern in erster Linie als Albaner. Ausschlaggebend sei seine ethnische Herkunft. Leider sei es im Zuge der vergangenen Jahre zu einer Entfremdung zwischen den türkischen Bürgern gekommen. Jede ethnische Gruppe versuche Ansprüche geltend zu machen und die Regierung habe die Aufgabe darauf zu antworten. „Meine Regierung stellt sich diesen Herausforderungen und wir werden Lösungen finden“, zitiert die Hürriyet den Şükür, der mittlerweile AKP-Abgeordneter in Istanbul ist.

Die Abstammung dürfe jedoch kein Grund sein, um eine Feindseligkeit gegen andere Menschen an den Tag zu legen. Sein Geburtsland sei die Türkei und er habe in diesem Land sein „Brot“ verdient. Deshalb fühle er sich dem Land verbunden. Alle gesellschaftlichen Gruppen – allen voran „unsere kurdischen Brüder“ – haben die Aufgabe sich an einen Tisch zu setzen, um sich auszutauschen, erklärt Şükür. Nur so könne man die Brüderlichkeit wieder herstellen.

Trotz der nicht aufhörenden PKK-Anschläge im Südosten der Türkei, will die Mehrheit der Kurden friedlich mit den Türken zusammenleben. Nur 6,2 Prozent aller türkischen Kurden pflegen separatistische Gedanken, lautet die Erkenntnis einer „ANRA-Studie“ aus dem Jahr 2012 (mehr hier). Allerdings belegt eine Umfrage des türkischen Meinschungsforschungsinstituts „Sonar“ aus demselben Jahr, dass für ungefähr Zweidrittel aller Bürger der „Terror“ nach wie vor das größte Problem ist. Dabei geht es um den kurdischen Terrorismus.

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