de Maizière: Patriot-Raketen sind „klares Signal“ an Assad

Für Thomas de Maizière ist die Stationierung der NATO-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze der richtige Weg, um Syrien von Attacken abzuhalten. Syrien soll im Besitz von mehr als 1.000 Langstreckenraketen und Tonnen von C-Waffen sein.

Thomas de Maizière neben dem türkischen Verteidigungsminister Ismet Yilmaz bei der Besichtigung der NATO-Raketen. (Screenshot via YouTube)

Thomas de Maizière neben dem türkischen Verteidigungsminister Ismet Yilmaz bei der Besichtigung der NATO-Raketen. (Screenshot via YouTube)

„Unsere Präsenz hier stellt sicher, dass Syrien seine Fähigkeiten nicht in die Tat umsetzt“, erklärte Verteidigungsminister Thomas de Maizière bei einem Besuch an der türkisch-syrischen Grenze am Samstag. Hier begutachtete er gemeinsam mit seiner niederländischen Amtskollegin Jeanine Hennis-Plasschaert die in der Türkei stationierten Patriot-Raketen der NATO.

Die Raketen seien ein „klares Wanrsignal“ an Damaskus und in jedem Fall einen Angriff auf die Türkei verhindern. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit einer Attacke „minimal“, so de Maizière. Zudem hätten die Raketen nur einen defensiven Charakter. Ein Eingreifen werde es nicht geben.

Schätzungen zufolge soll Syrien im Besitz von rund 1.000 Raketen mit einer Reichweite von bis zu 700 Kilometern sowie 1.000 Tonnen von C-Waffen sein. Die Türkei ist einer der wichtigsten Unterstützer des Aufstands gegen das Assad-Regime. Flüchtlinge und Rebellen finden in dem Nachbarland Zuflucht. Schon wiederholt ist es zu Übergriffen auf die Türkei gekommen (mehr hier und hier).

Doch auch in der Türkei gibt es zahleiche Gegner der Raketen-Stationierung, die eine Einmischung der NATO in den Konflikt verhindern wollen (mehr hier). Angela Merkel wird bei ihrem Türkei-Besuch am Sonntag ebenfalls die Patriot-Raketen besichtigen.

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