Ägäis: 44 Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet

In den Gewässern der Ägäis hätte sich an diesem Montag beinahe eine Katastrophe ereignet. Ein Flüchtlingsboot ist auf dem Weg in Richtung der griechischen Insel Samos vor Kuşadası in der Provinz Aydın gekenntert. 44 Menschen wären fast ertrunken.

Sie hätten nur noch 26 Kilometer bis zur griechischen Insel Samos gehabt. Ihr Boot hielt solange allerdings nicht durch. 44 Flüchtlinge entgingen an diesem Montag nur knapp dem Tod durch Ertrinken. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Der Kahn, so heißt es weiter, hätte Palästinenser, Afghanen und eritreische Staatsangehörige an Bord gehabt. Auf Grund völliger Überladung sei das Boot schließlich gesunken. Patrouillenboote der türkischen Küstenwache kamen jedoch rechtzeitig heran und retteten die Flüchtlinge aus dem Wasser. Unter den Verunglückten befanden sich nach Angaben der Zeitung auch fünf Frauen und sechs Kinder. Allesamt würden sie, je nach Verlauf der medizinischen Untersuchung, an die Polizei zur Abschiebung übergeben.

Weiteres Beinahe-Unglück vor Fethiye

Das gesunkene Boot vor der türkischen Küstenstadt war zu Wochenbeginn allerdings nicht das einzige Flüchtlingsunglück. Daneben konnten 13 illegale syrische Flüchtlinge durch das türkische Militär gerettet werden. Ihr Boot war vor Fethiye in die Felsen gekracht. Die Syrer hatten versucht, die griechische Insel Rhodos zu erreichen. In der Gruppe befanden sich ebenfalls drei Kinder und drei Frauen. Auch sie wurden an die Polizei übergeben.

Die Zahl der syrischen Flüchtlinge in der Türkei hat bereits die Marke von 180.000 überschritten (mehr hier). Erst kürzlich gelang es der griechischen Polizei einen Schleuserring zu zerschlagen, der syrische Flüchtlinge illegal über die Türkei nach Griechenland geschafft hatte (mehr hier).

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