Weltbank: Die Türkei muss Wirtschaftsreformen schneller durchsetzen

Die Chef-Ökonomin der Weltbank, Marina Wes, sagt: Die Türkei ist abhängig von ausländischem Kapitalzufluss. Dies gefährde das türkische Wirtschaftswachstum. Deshalb müsse Ankara im Zuge ihrer Reformen auf die Exportwirtschaft setzen.

Die Chef-Ökonomin der Weltbank, Marina Wes, sagt, dass die Türkei den Reformprozess zur Umstrukturierung ihrer Wirtschaft vorantreiben müsse. Nur so könne man das Wirtschaftswachstum halten und sogar ausbauen. Man begrüße die zuvor stattgefundene Heraufstufung der türkischen Kreditwürdigkeit durch die Rating-Agentur Fitch (mehr hier). Doch wisse man nicht, welche Bewertungen die anderen Agenturen in Zukunft vornehmen werden.

Die türkische Wirtschaft sei derzeit abhängig von ausländischem Kapitalzufluss und weise ein Leistungsbilanzdefizit auf. Diese Bedenken wurden schon zuvor – trotz Heraufstufung der Kreditwürdigkeit – auch von Fitch geäußert (mehr hier). Der Ausweg liege in der „Stärkung des Exports“ und in ausländischen Direkinvestitionen, meint Wes im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu. Deshalb müsse man den Reformprozess schneller in Gang bringen.

Marina Wes fährt richtig, indem sie auf die Abhängigkeit der Türkei von ausländischen Kapitalzuflüssen spricht und gleichzeitig die Förderung der Exportraten vorschlägt. Denn der kurzfristige Kapitalzufluss hat die türkischen Lira aufgewertet. Dies führte zu einer Verteuerung der heimischen Exporte auf den Weltmärkten und verbilligte gleichzeitig die Importe. Folglich liegt in der Türkei eine Gefährdung der Exportwirtschaft vor.

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