Nach der Explosion: Über Luxor dürfen keine Ballone mehr fliegen

Wieder ein Ballonabsturz und wieder zahlreiche Tote. Neunzehn Touristen sind beim Unglück in der ägyptischen Stadt Luxor ums Leben gekommen. Grund dafür soll ein kaputter Gasschlauch gewesen sein. Nun dürfen keine Ballone mehr über Luxor fliegen.

Beim Absturz eines Heißluftballons in der ägyptischen Stadt Luxor sind 19 Touristen ums Leben gekommen. Die Ursache für das Unglück am Dienstagmorgen soll ein kaputter Gasschlauch gewesen sein. Mit an Bord waren asiatische und europäische Touristen, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Deutsche waren offenbar nicht unter den Opfern. Nur zwei Personen haben den Absturz überlebt. Unter den Toten befinden sich Menschen aus Hongkong, Japan, Großbritannien, Frankreich und Ungarn, so ein Vertreter der ägyptischen Sicherheitsbehörden.

Der französische Außenminister Philippe Lalliot bestätigte den Tod von zwei Franzosen. Das Ministerium sei in Kontakt mit den Familien der Verunglückten. Unterdessen erklärte ein Reisekonzern in London, dass bei dem Unglück ebenfalls zwei Briten ums Leben gekommen seien, zwei weitere seien verletzt. Ein Hongkonger Reiseunternehmen bestätigte neun verunglückte Touristen aus Hongkong. Dabei handele es sich um fünf Frauen und vier Männer, sagte der Chef des Reisebüros Kuoni.

Eine Mitarbeiterin des Ballonfahrtunternehmens Sky Cruise erklärte, dass unter den Überlebenden der Ballonführer und ein Urlauber seien. Sie hätten sich vor dem Aufschlag durch einen Sprung aus dem Ballon gerettet. „Das ist schrecklich, einfach schrecklich. Wir wissen noch nicht genau, was geschehen ist“, sagte die Mitarbeiterin über das Unglück.

Vorläufiges Verbot von Ballonflügen

Der Ballon mit insgesamt 21 Menschen an Bord sei in einer Höhe von etwa 300 Metern unterwegs gewesen, als er Feuer gefangen und daraufhin explodiert sei, so die Behörden. Rettungskräfte sperrten den Absturzort in einem Zuckerrohrfeld ab und durchsuchten die ausgebrannten Reste des Ballons. Der Ballon hatte das westliche Ufer des Nils von Luxor überflogen. Nach dem tragischen Unfall wurde ein vorläufiges Verbot von Ballonflügen in der Region verfügt.

Die Touristen verlockt es immer wieder in die berühmtesten archäologischen Stätten wie in das Tal der Könige und an den Totentempel der Hatschepsut. Erst kürzlich wurde auch beschlossen, zukünftig die Visabestimmung zwischen Ägypten und der Türkei abzuschaffen (mehr hier).

Französische Heißluftballon-Experten vermuten, dass die Druckwelle durch eine Zigarette verursacht worden sei. Ein anderer Grund für den Absturz könne auch am Ballonführer und dessen falsche Positionierung liegen. Zuvor wurden bei einem Ballonabsturz 13 ausländische Touristen verletzt. Insidern zufolge sei der Ballon schlichtweg überfüllt gewesen sein.

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