Amerikanischer Traum: Türkischer Geschäftsmann gründet eigenen Fußball-Club

Der türkische Geschäftsmann Ersal Özdemir hat sich einen echten Männertraum erfüllt. Im US-Bundesstaat Indiana gründete er einen eigenen Fußball-Club. Es ist der erste seiner Art in diesem Staat.

Ersal Özdemir, CEO bei Keystone Corporation, rief Indy Pro Soccer bereits am 16. Januar dieses Jahres ins Leben. Das Ziel, so berichtet die türkische Zeitung Zaman, schon in der Saison 2014 solle ein Team in der North American Soccer League mitmischen. Das Team, so heißt es weiter, werde die erste professionelle Fußballmannschaft in Indianapolis sein, wo das Interesse für den in den USA eher exotischen Sport sukzessive gewachsen sei.

Der 38-jährige Geschäftsmann Özdemir gab seine jüngsten Pläne nun am vergangenen Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, die auf großes Interesse bei den Einheimischen und natürlich insbesondere bei den Fußball-Fans stieß. Der Veranstaltung wohnten auch Gouverneur Mike Pence und der Vizebürgermeister von Indianapolis, Deron Kintner, bei.

Dass sein Ziel gar nicht so unrealistisch ist, betonte Özdemir im Gespräch mit der türkischen Nachrichtenagentur Anatolia. Immerhin wäre man seiner Einschätzung nach in den USA auf dem gleichen Niveau wie im europäischen Fußball. Beliebt sei der Sport allerdings vor allem bei der jüngeren Generation. Er selbst wolle nun sein Bestes tun, um den Verein in den kommenden Jahren aufzubauen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist bereits getan, indem Peter Wilt, ehemaliges Gründungsmitglied und General Manager der Major League Soccer Chicago Fire, engagiert wurde. Er soll den Stein nun ins Rollen bringen, nach passenden Investoren suchen und die Betriebskosten deckeln.

Sportlich soll es nach Angaben der Zeitung allerdings erst im kommenden November werden. Dann seien die ersten Trainingseinheiten geplant. Doch bis dahin gibt es noch jede Menge zu tun. Derzeit bittet Özdemir die Einheimischen sich auf indyprosoccer.com umzutun und sich zum Beispiel Gedanken über die Vereinsfarben zu machen. Bis Mitte März kann zudem über einen Namen für as Team nachgedacht werden, der dann in der dritten Märzwoche bekannt gegeben werden soll. Und auch ein bisschen träumen ist schon jetzt angesagt: Gerne würde der türkische Geschäftsmann ein europäisches Team oder gar ein türkisches in die USA zu einem Freundschaftsspiel einladen. Auch für den Transfer türkischer Spieler sei man offen. Dort kämpft man gerade allerdings erneut mit einem Skandal (mehr hier)

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