Energiewirtschaft: Türkei und Deutschland planen Kooperation

Beim zweiten Deutsch-Türkischen CEO-Forum in Ankara kamen zahlreiche Vertreter der deutschen und türkischen Wirtschaft zusammen. Deutsche Unternehmer und Politiker zeigten sich besonders interessiert an Direkinvestitionen in die türkische Energiewirtschaft. Allerdings liegen noch keine fassbaren Verträge vor.

Türkische und deutsche Unternehmen wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich der Energiewirtschaft intensivieren. Zu diesem Zweck trafen sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan in Ankara beim Deutsch-Türkischen CEO-Forum. Dort wurde von Çağlayan verkündet, dass ein zwei Milliarden Dollar schwerer Kooperationsvertrag zwischen der Anadolu Gruppe und einem deutschen Unternehmen schon bald zum Abschluß kommen soll, berichtet die Hürriyet. Die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen spielen für beide Länder eine herausragende Rolle, die die Bundesregierung zu verfestigen wünscht (mehr hier).

Dem Forum wohnten insgesamt 16 türkische- und 16 deutsche Unternehmen bei. Die türkische Seite wurde unter anderem von der Koç Holding, Borusan, Tusaş, Doğuş, IC İçtaş, Boydak Holding, Boyner, Doğan Holding, Sabancı Holding und Polat Energy vertreten. Unter den deutschen Unternehmen befanden sich neben Siemens auch E.ON, EnBW, Lufthansa, Hitachi Power Europe, Alba, Hoffmann, Deutsche Bank, Fraport und Airbus Operations.

Die Mehrheit der deutsche Unternehmen möchte mitwirken an Investitionen in die Kohle- und Windkraft. Auch die Solarenergie bildet einen Interessenbereich. Intensive Gespräche wurden mit dem Energieminister Taner Yıldız geführt. Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Anne Ruth Herkes, sagte, dass sich die Nachfrage der Türkei nach Energieressourcen in den kommenden zehn Jahren verdoppeln werde. Deshalb seien deutsche Unternehmen interessiert an Investitionen. Zudem komme, dass die Türkei eine große Rolle als Energiekorridor spielen werde, so die ehemalige Lobbyistin für den britischen Ölkonzern, BP. Die Energieabhängigkeit der Türkei in den vergangenen Jahren ist, parallel zum Wirtschaftswachstum, rasant angewachsen (mehr hier). Ankara hat ein großes Interesse an ausländischen Direkinvestitionen.

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