Russland: Kosaken sollen illegale Einwanderer abschrecken

Der Gouverneur der russischen Region Krasnodar lässt Kosaken an der Grenze zum Kaukasus patroullieren. Sie sollen illegale Einwanderer an der Grenze aufgreifen und nach Hause schicken. Doch die Kosaken sind historisch bekannt für ihre Brutalität und Unnachgiebigkeit.

Vergangenes Jahr wurden vom Gouverneur der südrussischen Region Krasnodar, Alexander Tkachew, 1000 Kosaken an der Grenze zum Nordkaukasus stationiert. Die Kosaken-Patrouillen sollen kaukasische Immigranten davon abhalten nach Russland einzuwandern. Der jährliche finanzielle Aufwand dieser sicherheitspolitischen Aktion wird 20 Millionen Dollar betragen. Sie sollen der Grenzpolizei unterstützend zur Seite stehen und nur mit Pferdepeitschen augerüstet sein.  Auch im zaristischen Russland wurden die Kosaken als Grenzschützer eingesetzt.

„Wie kann es sein, dass man die Kosaken gegen Kaukasier ansetzt und umgekehrt? Sind die Kaukasier keine russischen Staatsbürger?“, fragt die Gründerin der Moskauer Helsinki-Beobachtungsgruppe, Lyudmila Mikhailovna Alexeyeva bei Dozhd TV. Dem Governeur Tkachew warfen eine Reihe von weiteren Menschenrechtsgruppen Rassismus vor, worauf er 2012 im Rahmen einer Twitter-Nachricht antwortete, dass sein erster Stellvertreter ein kaukasischer Tscherkesse und sein Berater ein Krim-Tatar sei. Er habe unter seinen Freunden mehrere Armenier und Griechen. Ich bin verantwortlich für 120 Nationalitäten in meiner Region und weiß wovon ich rede”, so Tkachew. Sein Anliegen liege lediglich in der Verhinderung der illegalen Einwanderung aus dem Kaukasus.

In den vergangenen Jahren gab es in der Region Krasnodar immer wieder Pogrome gegen illegale Einwanderer. Sie seien vereinzelt von Kosakenbanden und rechtsradikalen Gruppen durchgeführt worden, besagt eine Studie des Zentrums für politische Studien, Budapest. Jedoch blieben die Sicherheitsbehörden im Zuge dieser Übergriffe vollkommen untätig, schreibt der polnische Politologe, Maciej Falkowski.

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